Stoiber verteidigt seinen so genannten Anti-Bürokratie-Job

Roland Bergers Arbeitsergebnisse

Der frühere CSU-Chef Edmund Stoiber hat die Kritik an seiner Arbeit als so genannter Anti-Bürokratie-Beauftragter der EU-Kommission zurückgewiesen. Die Aufgabe sei "außerordentlich kompliziert", sagte Stoiber am Dienstag (24. Juni) vor dem Europaausschuss im bayerischen Landtag in München. Alle wollten generell Bürokratie abbauen, aber sobald es um Details gehe, kämen Einwände von allen Seiten. Trotzdem habe die von ihm geleitete Expertengruppe "Vorschläge" für Einsparungen in Höhe von mehreren Milliarden Euro erarbeitet. Gemeinsam mit dem Unternehmensberater Roland Berger legte Stoiber die bisherigen Arbeitsergebnisse vor.

Bislang habe das Team Vorschläge für Einsparungen in Höhe von acht Milliarden Euro gemacht und mit der EU-Kommission vereinbart, sagte Berger. So sollten kleinere Unternehmen weniger Pflichten bei der Rechnungsprüfung und bei der Dokumentation ihres Handels in Europa haben.

Stoibers Expertengruppe soll die EU-Kommission bei ihrem Ziel unterstützen, die Bürokratiebelastung für Unternehmen in Europa bis 2012 um 25 Prozent zu verringern. Das 15-köpfige Team hat ein Mandat für drei Jahre. Kritiker werfen Stoiber vor, seine Tätigkeit für die EU liefere keinerlei Erfolge und koste nur unnötig Geld.