BDI und DIHK fordern von Regierung neue "Reformagenda"

Laufzeiten der Kernkraftwerke

Der Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), Ludwig Georg Braun, fordert von der Bundesregierung angesichts der sich angeblich verschlechternden Konjunkturaussichten eine zweite Reformagenda. "Wir müssen den Pfad zu einer neuen Agenda 2020 einschlagen - vom Aufschwung müssen jetzt auch die Bürger durch höhere Freibeträge bei der Lohnsteuer und eine nochmalige Absenkung der Beiträge zur Arbeitslosenversicherung auf unter drei Prozent profitieren", sagte Braun der "Bild"-Zeitung.

Der Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI), Werner Schnappauf, forderte von der Koalition weitergehende Maßnahmen zur Stützung der Konjunktur. "Das wichtigste wäre, Deutschland unabhängiger von Gas- und Ölimporten zu machen, zum Beispiel indem die Auflagen für den Energieverbrauch von Gebäuden weiter verschärft und die Laufzeiten der Kernkraftwerke verlängert werden", sagte Schappauf dem Blatt.