NPD Brandenburg radikalisiert sich laut Verfassungsschutz

"Bürgerliche Kreise werden abgeschreckt"

Die rechts orientierte NPD soll sich nach Darstellung des brandenburgischen Verfassungsschutzes radikalisiert haben. Die NPD "nazifiziert" sich zunehmend und habe einen erheblichen Radikalisierungsschub erlebt, sagte die Chefin der Landesbehörde, Winfriede Schreiber, am Mittwoch (13. August) in Potsdam. Es gebe Schnittmengen mit Neonazis und freien Kräften. Dadurch würden bürgerliche Kreise abgeschreckt. Der NPD gelinge es nicht, in die Mitte der Gesellschaft vorzudringen.

Für die Kommunalwahlen Ende September räumt Schreiber der NPD keine großen Wahlchancen ein. Die NPD habe es nicht geschafft, ihre Strukturen in Brandenburg auszubauen und ihre Mitgliederzahl zu steigern. Die Zahl stagniere bei 250.

Zudem habe sie Schwierigkeiten, ihren Wahlkampf für die Kommunalwahlen am 28. September zu finanzieren. Der Geldmangel hindere die rechtsextreme Partei daran, einen "Materialwahlkampf" zu führen. Die Druckereien zum Beispiel arbeiteten für die NPD nur noch gegen Vorkasse. Die Partei finanziere ihre Aktivitäten vor allem aus staatlichen Mitteln.