Deutschland schickt Militärbeobachter nach Georgien

Kaukasus

Deutschland wird in den kommenden Tagen zehn Militärbeobachter nach Georgien zur Überwachung der Friedensvereinbarung entsenden. Das kündigte Verteidigungsminister Franz Josef Jung (CDU) am Montag (25. August) bei einem Truppenbesuch im niedersächsischen Seedorf an. Der Einsatz werde im Rahmen der OSZE-Mission erfolgen, die bereits mit 200 Mann in der ölreichen Region ist. Diese "Mission" soll um weitere einhundert Soldaten aufgestockt werden.

Da es sich um einen unbewaffneten Einsatz der Bundeswehr handelt, ist dafür kein Mandat des Bundestages notwendig. Voraussichtlich werden die Beobachter in der Region Südossetien eingesetzt. Zwei Soldaten seien bereits auf dem Weg in den Kaukasus, hieß es. In Abchasien sind weitere drei Militärbeobachter im Rahmen einer UN-Mission sowie weitere neun Sanitäter im Einsatz.