Marine räumte Minenfeld in der Ostsee

Altlasten aus den zwei Weltkriegen

Ein internationaler Marineverband hat in den vergangenen zwei Wochen ein Minenfeld vor der lettischen Küste beräumt. Insgesamt 57 Seeminen seien in der sogenannten Irben-Straße gesprengt worden, sagte ein Sprecher der mit zwei Schiffen beteiligten Deutschen Marine am Dienstag (16. September). Bei den Sprengkörpern handele es sich um Altlasten aus den zwei Weltkriegen und der Zeit des Kalten Krieges. Nach Angaben des Marinesprechers findet die Operation bereits seit 1997 jährlich statt. Seitdem wurden etwa 500 Minen aufgespürt und gesprengt. In dem Seegebiet seien vor allem im Ersten Weltkrieg schätzungsweise rund 15.000 Minen gelegt worden.

Während der Operation "Open Spirit", an der 445 Soldaten aus acht Nationen beteiligt waren, seien etwa 27 nautische Quadratmeilen an der Zufahrt zum Golf von Riga abgesucht worden.

Dem multinationalen Verband gehörten insgesamt neun Schiffe an. Aus Deutschland beteiligt waren das Minenjagdboot "Kulmbach" aus Kiel und der Tender "Donau" aus Rostock-Warnemünde mit rund 115 Soldaten. Die Einheiten kehrten am Dienstag in ihre Heimathäfen zurück.