Grüne wollen angeblich keine weitere Koalitionen mit der Union

Neue Wahlversprechen

Grünen-Fraktionschef Fritz Kuhn fürchtet angesichts möglicher Koalitionen mit der Union offenbar, Grüne Stammwähler zu verlieren. Er hält "derzeit" angeblich nichts von weiteren Koalitionen mit der Union. "Mit einer Partei, die jetzt wieder in die Atomwirtschaft einsteigen will, braucht man nicht lange über Koalitionen zu reden", sagte Kuhn der in Dresden erscheinenden "Sächsischen Zeitung". "Von welchem Affen ist die CDU gebissen, jetzt so eine Kampagne abzuziehen?", fragte Kuhn. Die CDU müsse verstehen, dass sie mit den Grünen nicht lange über Regierungsbildung reden müsse, wenn sie auf dem Ausstieg aus dem Atomausstieg beharre. Auch vor der Hamburg-Wahl hatten die Grünen versprochen, nicht mit der CDU zu koalieren. Nach der Wahl wurde eine schwarz-grüne Koalition geschmiedet.

Eine Koalition mit der CSU in Bayern nach der Landtagswahl am 28. September ist aus Kuhns Sicht "nicht möglich". Einen CSU-Wahlkampf wie diesmal habe er noch nie erlebt, sagte Kuhn. "Ein Kreuzzug gegen Links - das nenne ich Panikpopulismus. Einen Regierungspartner für die Grünen stellen diese Hubers und Becksteins nicht im Ansatz dar."