Deutschland verdoppelt Polizeihilfe für Afghanistan

"Polizei-Trainingszentrum"

Deutschland will seinen Beitrag zur Polizeiausbildung in Afghanistan im Rahmen der Europäischen Union verdoppeln. Das Bundeskabinett beschloss am Mittwoch (24. September) in Berlin, dass künftig im Rahmen der europäischen Polizeimission EUPOL Afghanistan statt 60 bis zu 120 Beamte sowie andere zivile Rechtsexperten entsandt werden können. Mit der 2007 von der EU gestarteten Mission soll der Aufbau tragfähiger Polizeistrukturen unter afghanischer Eigenverantwortung gefördert werden.

Derzeit arbeiten rund 180 internationale Experten aus 21 Ländern in 14 afghanischen Provinzen. 44 von ihnen kommen aus Deutschland. Die EUPOL-Afghanistan-Mission soll künftig 400 Experten umfassen. Ursprünglich war sie mit 195 Experten angesetzt worden.

Deutschland wird den Angaben zufolge auch sein bilaterales Engagement beim Polizeiaufbau ausbauen. Noch im Oktober werde ein von Deutschland finanziertes Polizei-Trainingszentrum im nordafghanischen Mazar-i-Sharif in Dienst gestellt. Dafür sind 40 bis 50 Polizisten als Kurzzeitausbilder vorgesehen. Ferner beteiligen sich bereits bis zu 45 Feldjäger der Bundeswehr im Rahmen des ISAF-Mandats an der Polizeiausbildung.