"Wir treffen hier hessische Entscheidungen"

Öffentlicher Druck

Hessens SPD-Chefin Andrea Ypsilanti will ihre Pläne zur Bildung einer von der Linken tolerierten rot-grünen Minderheitsregierung nicht als Modellprojekt für andere Länder oder den Bund verstanden wissen. "Wir treffen hier hessische Entscheidungen", sagte Ypsilanti an Freitag (5. September) in Frankfurt in einem Interview des Hessischen Rundfunks. Der öffentliche Druck der vergangenen Wochen und Monate kratze nicht an ihr, sagte Ypsilanti: "Ich habe eine sehr stabile Psyche." Sie fühle sich auch deshalb stabil, weil sie überzeugt sei, "dass das, was ich tue, einen guten Sinn hat".

Im Hinblick auf die anstehenden Landtagswahlen im Saarland und in Thüringen sagte sie: "Meine Kollegen dort müssen überlegen, was sie in Zukunft ausschließen oder welche Konstellation oder Kooperation sie eingehen." Diese Frage werde die Sozialdemokraten und auch andere Parteien "nicht mehr verlassen".