Bundeswehr bleibt laut Domröse noch mindestens fünf Jahre in Afghanistan

Lage soll vor Bundestagsentscheidung stabil bleiben

Der Chef des Stabes der Internationalen Afghanistan-"Schutztruppe" (ISAF) in Kabul, der deutsche Generalmajor Hans-Lothar Domröse, rechnet mit einem noch mindestens fünfjährigen Afghanistan-Einsatz der Bundeswehr. Die Planung für den Aufbau der afghanischen Sicherheitskräfte gehe bis 2013, sagte Domröse der Koblenzer "Rhein-Zeitung". "Mit fünf Jahren liege ich also sicher nicht zu lang."

Domröse sagte, er gehe davon aus, dass die Lage während der Bundestagsentscheidung um die Verlängerung des ISAF-Mandates stabil bleibt. Die Lage sei angespannt, aber "grundsätzlich unverändert".

Das Bundeskabinett bringt am Dienstag den Antrag auf Verlängerung des Mandates sowie dessen Ausweitung auf 4500 statt wie bisher 3500 Mann in den Bundestag ein. Das Parlament befasst sich damit in einer Sondersitzung. Endgültig soll in der kommenden Woche über die Verlängerung des ISAF-Einsatzes abgestimmt werden.