CSU und FDP in Bayern nach erstem Sondierungsgespräch zufrieden

Nach CSU-Wahldebakel

In Bayern sind CSU und FDP sind am Donnerstag (2. Oktober) in München zu ersten Sondierungsgesprächen zusammengekommen. Die Beratungen sollen am kommenden Donnerstag (9. Oktober) vertieft werden, teilte der noch amtierende CSU-Chef Erwin Huber nach Ende des rund zweistündigen Treffens in München mit. Sollten die Gespräche in Koalitionsverhandlungen münden, sollen diese laut Huber bis zum 23. Oktober abgeschlossen werden. Huber nannte den Auftakt der Beratungen für die CSU "sehr positiv". Es gebe ein ausreichendes Maß an Übereinstimmung und Grundüberzeugungen. Er sehe gute Chancen, gemeinsam den Erfolgsweg Bayerns fortzusetzen. Die CSU verbuchte bei der Landtagswahl einen katastrophalen Einbruch von rund 17 Prozentpunkten, will aber dennoch in einer Koalition mit der FDP weiterregieren.

Auch die Liberalen zeigten sich zufrieden. FDP-Landeschefin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger sprach von einem Gespräch in sehr offener Atmosphäre.

Huber schloss die Aufnahme von Gesprächen mit SPD und Grünen aus. Vor dem nächsten Treffen mit den Liberalen werde die CSU allerdings noch Sondierungsgespräche mit den Freien Wählern führen.

Für die CSU nahmen neben Huber der designierte CSU-Chef Horst Seehofer, der scheidende Ministerpräsident Günther Beckstein und CSU-Fraktionschef Georg Schmid an dem Treffen teil. Auf FDP-Seite gingen Leutheusser-Schnarrenberger, FDP-Generalsekretär Martin Zeil, der Vorsitzende der FDP-Landesgruppe im Bundestag, Horst Friedrich und der neu gewählte Landtagsabgeordnete Wolfgang Heubisch in die Gespräche.