Gesetzliche Mehrwegquote stieg durch Einwegpfand an

"Dosenpfand"

Die Einführung des Dosenpfands im Jahr 2003 hat insgesamt zum Anstieg der Mehrwegquote geführt. Insbesondere bei Bier-Verpackungen ging die Einwegquote stark zurück, dagegen stieg sie bei Mineralwasser, wie aus Daten der Gesellschaft für Verpackungsforschung (GVM) für die Jahre 2004 bis 2006 hervorgeht, die das Bundesumweltministerium am Mittwoch (29. Oktober) in Berlin veröffentlichte. Demnach lag der Anteil an Mehrwegverpackungen bei Getränken im Jahr 2006 insgesamt mit knapp 60 Prozent über den Daten vor Einführung des Dosenpfandes. Der gesetzlich geforderte Anteil an Mehrwegbehältern von 72 Prozent wurde jedoch nicht erreicht.

Ein Anstieg des Mehrweganteils konnte bis zum Jahr 2006 bei Bierverpackungen erreicht werden. 2006 betrug der Mehrweganteil 87 Prozent im Gegensatz zu 68 Prozent im Jahr 2003. Auch bei alkoholhaltigen Mischgetränken konnte der Anteil umweltfreundlicher Verpackungen gesteigert werden, wie das Ministerium mitteilte.

Ein deutlicher Rückgang wurde hingegen beim Mehrweganteil von Mineralwasser und Erfrischungsgetränken verzeichnet. Teilweise wurden die Werte vor Einführung des Einwegpfandes sogar unterschritten. Als möglichen Grund nannte das Umweltministerium den steigenden Marktanteil von Discountern, die Getränke ausschließlich in Einwegverpackungen verkauften.

Der Pflichtpfand für Getränke in PET- und Glasbehältern wurde im Jahr 2003 auf 25 Cent pro Getränk festgesetzt. Der Einwegpfand sollte die gesetzlich festgesetzte Mehrwegquote von 72 Prozent stabilisieren, die ständig unterschritten worden war.