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Steinmeier und Mehdorn treiben Bahn-Privatisierung weiter voran

Arabischer Staatsfonds

Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) wird am Donnerstag (30. Oktober) während seines Besuchs in den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) mit dem Vorstand des Staatsfonds ADIA (Abu Dhabi Investment Authority) zusammentreffen. In Steinmeiers Gefolge ist unter anderem Bahnchef Hartmut Mehdorn, der Investoren für die Teilprivatisierung der Deutsche Bahn sucht. Die ADIA verfügte vor der Finanzkrise über ein geschätztes Vermögen von 875 Milliarden Dollar (685 Milliarden Euro) und galt als größter Staatsfonds weltweit. "Arabische Fonds gehören zu den wenigen Adressen, auf die wir in der gegenwärtigen Lage hoffen können", sagte ein Bahn-Insider, der namentlich nicht genannt werden wollte, mit Blick auf den Börsengang.

Mehdorn hoffe bei seiner Suche nach Investoren offenbar auf Steinmeier als Türöffner. Ein Sprecher des Außenministeriums sagte auf Anfrage lediglich, Ziel des Steinmeier-Besuchs sei unter anderem ein Ausbau der bilateralen Beziehungen. Dazu gehöre auch ein Ausbau der Wirtschaftsbeziehungen.

Bereits im Sommer dieses Jahres hatte die Deutsche Bahn versucht, Staatsfonds aus dem Nahen Osten, darunter auch die ADIA, als Investoren zu gewinnen. Damals wurden die Reaktionen als zurückhaltend beschrieben. Im Gegensatz zu anderen Fonds der Region hatte sich die ADIA damals nicht ablehnend geäußert, sondern auf jeglichen Kommentar verzichtet.

Von größeren Investitionen der AIDA in Deutschland ist bisher nichts bekannt. Im November 2007 kaufte sie für 7,5 Milliarden Dollar knapp fünf Prozent der Citigroup-Anteile.

Ursprünglich wollte die Deutsche Bahn bereits am 27. Oktober an die Börsen gehen. Der Börsengang war jedoch wegen der weltweiten Finanzmarktturbulenzen auf unbestimmte Zeit verschoben worden.

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