Rüttgers gegen gesetzliche Begrenzung von Managergehältern

Privatwirtschaft

Der stellvertretende CDU-Vorsitzende und NRW-Ministerpräsident, Jürgen Rüttgers, ist gegen eine gesetzliche Begrenzung von Manager-Gehältern. "Ich halte nichts davon, dass sich der Staat in die Regelung der Gehälter in der Privatwirtschaft einmischt. Das gilt für gesetzliche Mindestlöhne wie für gesetzliche Höchstlöhne", sagte Rüttgers der "Bild am Sonntag".

Er plädierte aber dafür, "analog zur Unternehmerhaftung im Mittelstand die Haftung der Manager in den Kapitalgesellschaften" auszuweiten: "Wer kurz bevor das Unternehmen gegen die Wand fährt, noch groß Bonuszahlungen ausgezahlt bekommt, der muss auch selber mit seinem Privatvermögen haften."

Nachdrücklich nahm der CDU-Politiker die Manager vor Kritik in Schutz: "Mir gefällt ganz und gar nicht, wie in diesem Land auf Unternehmer geschimpft wird! Das ist falsch und verheerend. Wir sind immer noch Export-Weltmeister, und das wären wir nicht, wenn sich die deutschen Unternehmen in den vergangenen zehn Jahren nicht mit einer beispiellosen Kraftanstrengung für den Weltmarkt fit gemacht hätten", sagte Rüttgers.