Schülervertreter beschweren sich über PISA-Hörigkeit der Politik

Übergroße Klassen

Schülervertreter beschweren sich über eine zu starke Ausrichtung der Bildungspolitik an den Ergebnissen der PISA-Studie. Die Politik reagiere immer nur hektisch, wenn es neue Ergebnisse des Bildungsvergleichs gebe, sagte der Vorsitzende des Landesschülerausschusses Berlin, Max Wolter, am Montag (17. November). Solche "Schnellschüsse" seien aber fehl am Platz. "Wir brauchen eine durchgehend verbesserte Bildungspolitik - unabhängig von den PISA-Ergebnissen", forderte er. "Wir wissen selbst, woran das Bildungssystem krankt", sagte Wolter. Probleme seien unter anderem übergroße Klassen, zu wenig Geld und eine mangelnde Lehrerausbildung.

Um dies zu erkennen, seien keine internationalen Studien nötig. Wolter betonte: "Entscheidend sind für uns nicht die PISA-Ergebnisse, sondern, wie es in unseren Schulen aussieht."

Die Kultusministerkonferenz will am Dienstag in Berlin die Ergebnisse des Bundesländervergleichs zur PISA-Studie 2006 vorstellen.