"Republik Freies Wendland" wird neu errichtet

Geplantes Atom-Endlager Gorleben

Bei den Protesten gegen den bevorstehenden Castortransport wollen Umweltschützer die "Republik Freies Wendland" wiederbeleben. In Gedelitz, einem Nachbarort von Gorleben, werde als Symbol für das Bürgerengagement ein Dorf aus Strohballen aufgebaut, teilte die atomkritische "Bäuerliche Notgemeinschaft" am Mittwoch (5. November) mit. Vor 28 Jahren hatten Atomkraftgegner zwischen Gedelitz und Gorleben ein Hüttendorf errichtet und als "Republik Freies Wendland" bezeichnet.

Das neue Protest-Dorf solle aus sechs kleinen Häusern, einem großen Versammlungshaus, einer Küche und einem Café bestehen, sagte Mitorganisator Heinrich Kranz. Bewohner und Besucher erhielten "Wenden-Pässe", an Journalisten würden "Wenden-Presseausweise" ausgegeben. Am Freitag soll in der "Republik Freies Wendland" ein 1000 Meter langes Transparent mit Symbolen und Sprüchen bemalt werden.