Schulen müssen Lehrern kein eigenes Arbeitszimmer bereitstellen

Fürsorgepflicht

Einem Lehrer muss an einer Schule nicht grundsätzlich ein Arbeitszimmer zur Verfügung gestellt werden. Das entschied der Verwaltungsgerichtshof (VGH) Baden-Württemberg in einem am Donnerstag (11. Dezember) in Mannheim veröffentlichten Urteil. Der VGH wies damit die Klage eines Realschullehrers ab. Dieser hatte beim Land Baden-Württemberg beantragt, ihm ein Arbeitszimmer samt Büroeinrichtung, Internetzugang und Büromaterialien zur Verfügung zu stellen.

Der VGH entschied, dass der bloße Wunsch eines Lehrers, einen räumlich abgegrenzten Arbeitsplatz an der Schule zu nutzen, das Land nicht zwinge, diesen auch bereitzustellen. Ein Anspruch sei erst dann gegeben, wenn andernfalls die Fürsorgepflicht verletzt würde.

(AZ: 4 S 659/08)