Durchsuchungen bei mutmaßlichem NS-Kriegsverbrecher

Mutmaßliches Massaker

Bei den Ermittlungen gegen einen 89-jährigen mutmaßlichen NS-Kriegsverbrecher aus Duisburg sind am Dienstag Wohn- und Nebenräume des Beschuldigten durchsucht worden. Dabei wurden Unterlagen beschlagnahmt, die nun ausgewertet werden sollen, wie die Staatsanwaltschaft Dortmund und das Landeskriminalamt Nordrhein-Westfalen am Mittwoch mitteilten. Der Beschuldigte verweigerte die Aussage.

Der 89-Jährige soll im März 1945 mit zwei weiteren SS-Männern im österreichischen Burgenland an einem Massaker an bis zu 80 ungarisch-jüdischen Zwangsarbeitern beteiligt gewesen sein. Der Dortmunder Oberstaatsanwalt Ulrich Maaß sprach von einer "erdrückenden Beweislast" gegen den Mann.