UN-Berichterstatter Nowak fordert Wiedergutmachung für Guantanamo-Opfer

Folter

Der UN-Sonderberichterstatter für Folterfälle, Manfred Nowak, fordert eine Wiedergutmachung für Opfer des US-Gefangenenlagers Guantanamo auf Kuba. Nowak sagte am Freitag (23. Januar) im Deutschlandradio Kultur, bei der Aufarbeitung der Geschehnisse in Guantanamo gehe es zuerst um die Opfer. Er fügte hinzu: "Da ist einmal primär, dass die Opfer von Menschenrechtsverletzungen auch wirklich Wiedergutmachung bekommen." Die zweite Frage sei dann, welche Konsequenzen gegen die Täter ergriffen würden. Nowak sprach sich für die Aufnahme unschuldiger Guantanamo-Häftlinge in der Europäischen Union (EU) aus.

Da die EU die Schließung Guantanamos gefordert habe, sei es fair, dass ehemalige Häftlinge neben den Vereinigten Staaten auch in Europa weiterleben könnten. "Schließlich hat ja der vor allem von den USA geführte Kampf gegen den Terror nicht nur den Vereinigten Staaten genützt, sondern auch anderen, vor allem den verbündeten Staaten in Europa", argumentierte Nowak.