Gründung der Internationalen Agentur für erneuerbare Energien in Bonn

Mehr als 100 Länder beteiligt

Regierungsvertreter aus mehr als 100 Ländern sind am Sonntag in Bonn zur Gründungskonferenz der Internationalen Agentur für erneuerbare Energien (IRENA) eingetroffen. Etwa die Hälfte der teilnehmenden Länder will am Montag 26 . Januar den Gründungsvertrag unterzeichnen. Die Internationale Agentur für Erneuerbare Energien ist eine Initiative von EUROSOLAR-Präsident Hermann Scheer (SPD). In den vergangenen Jahren haben die deutsche Bundesregierung wie auch die dänischen und die spanische Re­gierung die Initiative vorangetrieben. Zu den Zielen der IRENA gehört die Beratung und Unterstüt­zung von Industrie- und Entwicklungsländern beim Ausbau erneuerbarer Energien. Außerdem sollen über die Agentur einheitliche Rahmen­bedingungen für alle Teilnehmerstaaten geschaffen werden.

Über den künftigen Sitz der IRENA wird im Juni ent­schieden. Neben Deutschland haben bereits Österreich, Dänemark, Spanien, die Vereinigten Arabischen Emirate, Kenia und Pakistan ihr Interesse bekundet. Sollte Deutschland den Zuschlag erhalten, hat die Bundesregierung Bonn als Standort festgelegt. Die Agentur wird nach der Standortentscheidung die Arbeit mit 50 Mitarbeitern aufnehmen und soll im Endstadium 250 Menschen beschäftigen.