CDA-Chef fordert besseren Datenschutz für Arbeitnehmer in Betrieben

"Rasterfahndung"

Die Christlich-Demokratische Arbeitnehmerschaft (CDA) in Hessen fordert vom Bund einen besseren Datenschutz für Arbeitnehmer in den Betrieben. "Meine Daten als Bürger werden immer besser geschützt, als Arbeitnehmer bin ich dagegen scheinbar Freiwild", sagte Hessens CDA-Chef Gerd Krämer am Donnerstag (12. Februar) in Frankfurt am Main auf einer Tagung christlich-demokratischer Gewerkschaften. Dieser "absurde Zustand" müsse mit einer gesetzlichen Definition des Datenschutzes beendet werden, betonte der Landesvorsitzende der CDU-Organisation. Krämer erinnerte in diesem Zusammenhang an die jüngsten Abhör- und Bespitzelungsaktionen bei der Deutschen Bahn und der Deutschen Telekom.

Dass es überhaupt ernsthafte Diskussionen darüber gegeben habe, ob diese "Rasterfahndung" unter Hunderttausenden Bahn-Mitarbeitern rechtskonform gewesen sei, zeige den Handlungsbedarf. Man streite darüber, ob Ermittlungsbehörden die Daten eines Terrorverdächtigen einsehen dürfen. "Da haben wir Skrupel", sagte der CDA-Chef.

Aber das massenhafte Bespitzeln unbescholtener Arbeitnehmer durch ihren Arbeitgeber "nehmen wir mit einem Achselzucken hin", kritisierte er und fordert: "Das muss aufhören."