Tiefensee fordert bundesweiten Mindestlohn in Höhe von 7,50 Euro

"Vollendung der sozialen Einheit"

Die SPD drängt die Union dazu, bundesweit einem gesetzlichen Mindestlohn zuzustimmen. Der für Ostdeutschland zuständige Bundesverkehrsminister, Wolfgang Tiefensee (SPD), sagte dem "Handelsblatt": "Auch bei den Löhnen wird immer noch stark nach der Himmelsrichtung unterschieden: Deswegen setze ich mich für einen bundesweit einheitlichen Mindestlohn von 7,50 Euro ein." Dieser Betrag, den die Gewerkschaften seit langem fordern, sei "als unterste Haltelinie ein Schritt zu einem gerechten und ausgewogenen Lohngefüge".

Tiefensee sagte, Deutschland sei zwar ein Land, dennoch gebe es ein "Riesengefälle bei der Arbeitslosigkeit". Es habe erfreuliche Erfolge gegeben, aber es könne es nicht sein, dass ein Mensch, "der 40 Stunden in der Woche arbeitet, zur Arbeitsagentur marschieren muss, um sich zusätzlich Geld abzuholen".

Tiefensee forderte: "Das Ziel muss die Vollendung der sozialen Einheit sein." Der Mindestlohn spiele eine erhebliche Rolle, um die Lebenssituation in Ostdeutschland zu verbessern und die Menschen daran zu hindern, abzuwandern, sagte Tiefensee und fügte hinzu: "Für die soziale Einheit brauchen wir einen Mindestlohn."