Studiengebühren werden offenbar häufig zweckentfremdet

"Selbstverpflichtung"

Studiengebühren werden offenbar von den Universitäten häufig zweckentfremdet. So werden die Gelder beispielsweise für Reparaturen oder Baumaßnahmen eingesetzt, wie das Studentenmagazin "Zeit Campus" am Montag (23. Februar) berichtete. Studentenvertreter kritisieren dies als Missbrauch, während Hochschulrektoren argumentieren, ihnen bleibe aufgrund knapper Budgets keine andere Wahl. Hintergrund der Auseinandersetzung ist eine Selbstverpflichtung, die viele Hochschulen bei Einführung der Studiengebühren vor gut zwei Jahren eingegangen sind.

Demnach sollten die Gelder nur so eingesetzt werden, dass sie den Staat keinesfalls von seinen Kernaufgaben in der Hochschulfinanzierung entlasten. Konkret bedeutet dies, dass die Gebühren bislang meist für Tutorien, technische Ausstattung oder die Verlängerung von Bibliotheksöffnungszeiten verwendet wurden.