Fast 14.000 Beschäftigte machen Druck auf Arbeitgeber

Öffentlicher Dienst

Fast 14.000 Beschäftigte des öffentlichen Dienstes der Länder haben zum Auftakt der Warnstreiks vor der vierten Tarif-Verhandlungsrunde ihrem Unmut über das "Doppel-Null"-Angebot der Arbeitgeber Luft gemacht. Die Beschäftigten aus Niedersachsen, Bremen und Schleswig-Holstein nahmen am Mittwoch (25. Februar) an zentralen Kundgebungen in Hannover und Kiel teil. "Mit acht Prozent raus aus der Krise", forderte Ulrich Thöne, Vorsitzender der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), vor rund 3.500 Kolleginnen und Kollegen in Kiel. Die Stärkung der Binnenkaufkraft durch eine ordentliche Erhöhung der Gehälter der Beschäftigten sei das beste Konjunkturprogramm, meint der Gewerkschafter.

Thöne unterstrich, dass die Gewerkschaften mit ihrer Tarifforderung Anschluss an die Einkommensentwicklung im öffentlichen Dienst bei Bund und Kommunen finden wollten.

"Für die Abwrackprämie wollen die Politiker tiefer in die Tasche greifen als bei der Erhöhung der Einkommen der Beschäftigten", sagte GEW-Verhandlungsführerin Ilse Schaad vor über 10.000 Kundgebungsteilnehmern in Hannover. Für eine junge Grundschullehrerin bedeuteten acht Prozent mehr Gehalt gut 2.000 Euro im Jahr. Wer sein neun Jahre altes Auto verschrotten lasse, kann sich über 2.500 Euro freuen. "Das närrische Treiben ist vorbei, jetzt wird es höchste Zeit, dass die Arbeitgeber ein verhandlungsfähiges Angebot auf den Tisch legen", fordert Schaad.