Ärztekammer rügt Seehofer für "Rückwärtsrolle" bei Honoraren

Ost-West-Angleichung

Die Bundesärztekammer hat den bayerischen Ministerpräsidenten Horst Seehofer (CSU) für dessen Absicht, die Honorarreform für Ärzte zu stoppen, gerügt. Der Vizepräsident der Ärztekammer, Frank Ulrich Montgomery, teilte am Mittwoch (25. Februar) in Berlin mit, es sei "grundfalsch", den begonnenen Prozess der Honorarreform zu stoppen und "zum gescheiterten alten Vergütungssystem der Punktwerte zurückzukehren".

Zwar sei die "späte Einsicht" Seehofers, dass an der Honorarordnung etwas getan werden müsse, zu begrüßen. Aber die von Bayern angekündigte Bundesratsinitiative gegen die Reform sei eine "Rolle rückwärts" und würde die Vergütung zu festen Euro-Preisen auf den "Sankt-Nimmerleins-Tag" verschieben.

Es sei auch ein Gebot der Solidarität gegenüber den Ärzten in Ostdeutschland, dass die Ost-West-Angleichung nicht mehr in Frage gestellt werde, mahnte Montgomery.