Bürgerbegehren gegen Flughafenausbau in Frankfurt hat begonnen

Rechtsanwalt zuversichtlich

Im hessischen Kelsterbach hat am Freitag (27. Februar) ein Bürgerbegehren gegen den Verkauf des kommunalen Waldes an den Flughafenbetreiber Fraport begonnen. Sollte die notwendige Zahl von etwa 800 Unterschriften bis zum 23. März zusammenkommen, können die Gegner des Flughafenausbaus einen Bürgerentscheid initiieren.

Dieser könnte laut dem Rechtsanwalt Matthias Möller-Meinecke am 7. Juni, dem Tag der Europawahl, stattfinden. "Wir sind zuversichtlich, dass wir die erforderliche Mehrheit zusammenbekommen", sagte er in Kelsterbach.

Der von Stadtparlament und Magistrat geplante Verkauf des Waldes widerspricht aus Sicht der Initiatoren "den Interessen der Kelsterbacher Bürger". Bürgermeister Manfred Ockel (SPD) hatte im Januar erklärt, die Stadt verkaufe das etwa 250 Hektar große Waldgebiet, auf dem die umstrittene neue Landebahn des Flughafens gebaut werden soll, für 32 Millionen Euro an den Flughafenbetreiber. Das Stadtparlament stimmte am 9. Februar für ein entsprechendes Eckpunktepapier.