Indien tritt Weltagentur für Erneuerbare Energien bei

IRENA

Als 76. Staat ist nun auch Indien der am 26. Januar in Bonn gegründeten Weltorganisation International Renewable Energy Agency (IRENA) beigetreten. Damit vertritt und unterstützt die Organisation weltweit Staaten mit insgesamt mehr als zweieinhalb Milliarden Menschen. "Dies ist ein überragender, von niemandem vorhergesehener Erfolg", sagte der Präsident der Europäischen Vereinigung für Erneuerbare Energien (Eurosolar), Hermann Scheer, am Donnerstag (5. Februar) in Berlin. "Eines nicht allzu fernen Tages, wenn die fossilen und atomaren Energien verbraucht und vollständig abgelöst sind, werden alle Menschen auf dieser Erde die Erneuerbaren Energien nutzen. Es ist damit zu rechnen, dass bis zur ersten Zusammenkunft aller IRENA-Mitgliedsstaaten im Juni in Ägypten etliche weitere Regierungen beitreten", so Scheer.

Die IRENA ist am 26. Januar auf einer von Deutschland ausgerichteten Regierungskonferenz von zunächst 75 Ländern in Bonn gegründet worden. Darunter waren Argentinien, Chile, Deutschland, Frankreich, Italien, alle skandinavischen Staaten, Nigeria, Österreich, Polen, Spanien, Südkorea, die Türkei und die Vereinigen Arabischen Emirate. Am 30. Januar beschloss die indische Regierung, ebenfalls beizutreten.

Initiator der weltweiten Erneuerbaren-Energien-Agentur war der Bundestagsabgeordnete Hermann Scheer (SPD), der als EUROSOLAR-Präsident 1990 dazu den Anstoß gegeben hatte. In der letzten Phase des Gründungsprozesses hatten sich die deutsche Bundesregierung sowie Dänemark und Spanien dafür eingesetzt. IRENA soll die Einführung und Nutzung Erneuerbarer Energien weltweit beschleunigen und koordinieren.