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Präsidentschaftskandidatin Schwan sprach mit der Links-Fraktion

Nur Union lehnt Gespräch ab

SPD-Präsidentschaftskandidatin Gesine Schwan hat sich am Dienstag (3. März) den Fragen der Links-Fraktion im Bundestag gestellt. Sie habe die Einladung der Linken gerne angenommen, sagte Schwan nach dem Gespräch. Die SPD-Kandidatin sprach von einer ernsthaften, argumentativen Diskussion, in der sie ihre eigenen Standpunkte dargelegt und für diese geworben habe. Der Fraktionsvorsitzende der Linken, Gregor Gysi, dankte Schwan für das Gespräch und betonte, dass sie ihre eigenständige Position deutlich gemacht habe. Allerdings habe das Gespräch nicht zu einer Entscheidung geführt, wen die Linke bei einem möglichen zweiten Wahlgang der Bundespräsidentenwahl am 23. Mai wählen würde. Diese Entscheidung werde erst im Mai gefällt, so Gysi.

Die Linke hat den Schauspieler Peter Sodann für die Bundespräsidentenwahl nominiert. Union und FDP werben für die Wiederwahl von Amtsinhaber Horst Köhler, stellen aber nur 606 der 1224 Delegierten. Die Freien Wähler in Bayern, die sich zunächst klar für Köhler ausgesprochen, nach einem Treffen mit Schwan unlängst aber kein klares Bekenntnis mehr abgegeben hatten, schicken zehn Delegierte in die Bundesversammlung.

Mit Stimmen der Linken und von den Freien Wählern würden sich die Wahlchancen von Schwan erhöhen. Die SPD-Präsidentschaftskandidatin hat neben der Linken auch schon die Fraktionen von SPD und Grünen besucht und war zudem zu einem Zukunftskongress der FDP eingeladen. Das Angebot zu einem Treffen mit der Unions-Fraktion hat letztere nicht angenommen.