Steuereinnahmen im Februar eingebrochen

Sechs Prozent weniger

Der Konjunktureinbruch hat erstmals auch auf die Steuereinnahmen von Bund und Ländern durchgeschlagen. Im Vergleich zum Vorjahresmonat nahmen Bund und Länder im vergangenen Monat sechs Prozent weniger an Steuern ein, wie das Bundesfinanzministerium am Donnerstagabend mitteilte. Im Januar 2009 waren die Steuereinnahmen im Vorjahresvergleich noch um 3,4 Prozent gestiegen. Die Folgen der Wirtschaftskrise seien im Februar "offen zutage getreten", zitiert die "Financial Times Deutschland" unter Berufung auf eine Vorlage des Ministeriums.

Die Rückgänge ziehen sich der Zeitung zufolge durch fast alle Steuerarten. Besonders stark fiel das Minus bei der Umsatzsteuer aus, sie sank um 5,4 Prozent zum Vorjahresmonat. Die Einnahmen aus der Umsatzsteuer auf Importe brachen sogar um 22,2 Prozent im Vergleich zum Februar 2008 ein. Immerhin um 3,6 Prozent zulegen konnten die Einnahmen aus der Lohnsteuer. Im Januar lag das Plus zum Vorjahresmonat hier mit 6,1 Prozent aber noch deutlich höher.