Soldat nach tödlichem Manöverunfall freigesprochen

Panzer in Elbe gestürzt

Im Prozess um einen Manöverunfall auf der Elbe ist der angeklagte Soldat vom Vorwurf der fahrlässigen Tötung freigesprochen worden. Das Amtsgericht Stendal sah es als erwiesen an, dass der 27-jährige Zeitsoldat aus dem nordrhein-westfälischen Minden nicht für den Tod eines anderen Soldaten bei dem Panzer-Verlademanöver verantwortlich war, wie ein Gerichtssprecher am Dienstag mitteilte.

Dem Unteroffizier war vorgeworfen worden, während einer Bundeswehrübung am 8. Oktober 2007 nahe Storkau (Landkreis Stendal) durch ein vorzeitiges Signal an den Hauptfährführer den Tod eines 23-jährigen Panzerfahrers mitverschuldet zu haben. Der Panzer war von einer Fähre in die Elbe gefahren und versunken. Der Panzerfahrer ertrank, drei weitere Besatzungsmitglieder konnten sich retten.

Der Panzer vom Typ "Leopard 2" gehört zum Panzerbataillon 203 in Augustdorf ( Nordrhein-Westfalen ). Die Einheit hatte sich damals zu Truppenübungen zwei Wochen lang in Sachsen-Anhalt aufgehalten.