Montgomery lehnt Sterbehilfe durch Ärzte strikt ab.

"Nicht abgespritzt werden wie ein Tier"

Die Forderung des Medizinethikers Jochen Taupitz, Ärzte sollten Beihilfe zum Suizid leisten, trifft auf heftigen Widerspruch. Der Vizepräsident der Bundesärztekammer, Frank Ulrich Montgomery, sagte der "Frankfurter Rundschau" (Montagausgabe): "Wir sind keine Mechaniker des Sterbens, wir sollen Leben retten." Taupitz' Äußerungen verstellten den Blick auf das eigentliche Problem, das Defizit an Palliativmedizin.

Der Wunsch von Patienten nach Sterbehilfe resultiere vor allem aus der Angst vor einem schmerzvollen Sterben - "die wir ihnen mit einer guten Schmerztherapie nehmen können", sagte Montgomery. Dann wollten die Patienten ihr Leben auch würdig beenden - "und nicht abgespritzt werden wie ein Tier in der Praxis eines Veterinärs".