Bislang 24 Bundeswehr-Soldaten in Afghanistan gefallen

Tod an der Front

Mit den jüngsten Feuergefächten von Kundus steigt die Zahl der in Afghanistan gefallenen Bundeswehrsoldaten auf 24 an. Nachfolgend eine auf offiziellen deutschen Darstellungen basierende Chronologie der bisherigen Fälle seit Beginn des ISAF-Einsatzes im Januar 2002.

  1. März 2002: Zwei deutsche und drei dänische Soldaten sterben in Kabul beim Entschärfen einer Flugabwehrrakete.
  1. Dezember 2002: Sieben deutsche Soldaten kommen bei einem "Hubschrauberabsturz" in der afghanischen Hauptstadt ums Leben.
  1. Mai 2003: Ein Soldat stirbt, als ein Fahrzeug in Kabul während einer Erkundungsfahrt auf eine Mine stößt. Ein weiterer wird verletzt.
  1. Juni 2003: Bei einem Attentat eines Selbstmordkommandos auf einen deutschen Militärbus werden vier Bundeswehrsoldaten getötet und 29 weitere zum Teil schwer verletzt.
  1. Juni 2005: Zwei Bundeswehrsoldaten werden bei einer Munitionsexplosion in Rustaq, etwa 120 Kilometer von Kundus entfernt, getötet. Drei weitere werden verletzt.
  1. November 2005: Ein Soldat stirbt in Kabul, als der Geländewagen in der Nähe einer UN-Einrichtung von einem Selbstmordattentäter angegriffen wird. Ein weiterer Soldat wird schwer und ein dritter leicht verletzt.
  1. Mai 2007: Bei einem Selbstmordangriff auf einem belebten Markt in Kundus werden drei Bundeswehrsoldaten getötet und fünf weitere zum Teil schwer verletzt.
  1. August 2008: Bei einem Angriff auf eine deutsche ISAF-Patrouille nahe Kundus kommt ein Soldat ums Leben. Drei weitere werden verletzt.
  1. Oktober 2008: Bei einem Selbstmordanangriff bei Kundus sterben zwei Bundeswehrsoldaten sowie fünf Kinder.
  1. April 2009: Zwei Angriffe nahe der nordafghanischen Stadt Kundus mit nur wenigen Stunden Abstand. Dabei wird ein Soldat getötet und insgesamt neun weitere verletzt. Angeblich "erstmals" kommt ein deutscher Soldat bei einem direkten Feuergefecht mit "den Taliban" ums Leben.