Ermittler suchen nach Kasernen-Anschlag zwei Autos und Besitzer

"42 Autos, Busse und Lkw zerstört"

Rund vier Wochen nach dem Anschlag auf die Offiziersschule der Bundeswehr in Dresden suchen die Ermittler nach zwei Fahrzeugen und deren möglichen Besitzern. Bei den Autos handelt es sich um einen dunklen Kleinbus oder Van sowie einen dunklen Kombi, wie Landeskriminalamt und Dresdner Staatsanwaltschaft am Montag mitteilten. Mehrere Zeugen hätten diese am Tattag in unmittelbarer Nähe der Albertstadt-Kaserne gesehen. Gesucht wird außerdem nach einem "auffallend kräftigen", etwa 1,90 Meter großen Mann sowie nach einer 1,70 Meter großen, schlanken Frau um die 30.

Das linguistische Gutachten zu dem wenige Tage nach dem Anschlag eingegangenen Bekennerschreiben steht LKA-Sprecherin Silvaine Reiche zufolge noch aus. Erste Ergebnisse gebe es aber bei der Analyse der Brandsätze. Demnach sei das Kraftstoffgemisch in den Brandsätzen ein Benzin-Öl-Mix gewesen. Zudem hätten die Täter handelsübliche 4,5-Volt-Flachbatterien verwendet.

Bei dem Anschlag auf die Offiziersschule waren in der Nacht zum Ostermontag zahlreiche Fahrzeuge sowie ein Hangar beschädigt worden. 42 Autos, Busse und Lkw wurden den Angaben zufolge zerstört. Der Schaden belaufe sich auf rund drei Millionen Euro. Bei dem Feuer sei niemand verletzt worden. Die Ermittler vermuten Linksextremisten hinter dem Anschlag.