Laut Bundesbehöre keine Gefährdung Deutschlands durch Atomtest in Nordkorea

Radionuklide

Von dem erneuten unterirdischen Atombombentest Nordkoreas geht nach Einschätzung des Bundesamts für Strahlenschutz (BfS) keine Gefährdung für die Menschen und die Umwelt in Deutschland aus. Die bei der Explosion möglicherweise freigesetzten Radionuklide breiteten sich bei der derzeitigen Wetterlage in südlicher oder südöstlicher Richtung aus und würden vermutlich von Messstellen in Südkorea und Japan erfasst, sagte BfS-Sprecher Florian Emrich am Montag in Salzgitter.

Seismische Messgeräte des Netzwerks zur Überwachung des Atomwaffenteststoppabkommens hätten am Montag um 2.54 Mitteleuropäischer Zeit Erschütterungen in Nordkorea erfasst, sagte Emrich. Unmittelbar danach hatte Nordkorea einen unterirdischen Atombombentest bekanntgegeben.

"Erste Analysen der seismischen Messungen scheinen zu bestätigen, dass es sich um einen atomaren Test handelt", betonte Emrich. Die geschätzte Stärke der Explosion betrage zwischen sechs und zehn Kilotonnen und sei damit etwa zehn Mal größer als beim bislang letzten unterirdischen Test Nordkoreas im Oktober 2006.

Das BfS ist an dem weltweiten Netzwerk beteiligt und betreibt in diesem Rahmen eine eigene Messstation auf dem Berg Schauinsland im Schwarzwald.