Noch keine Antwort der Dresdner Staatskanzlei zu Tillich-Fragebogen

DDR-Vergangenheit

Trotz gerichtlich auferlegter Verpflichtung sieht Sachsens Staatskanzlei vorläufig keine Veranlassung für bestimmte Auskünfte über Ministerpräsident Stanislaw Tillich (CDU). Zum Beschluss des Verwaltungsgerichts Dresden werde die Staatskanzlei "Anfang nächster Woche" Stellung nehmen, sagte Regierungssprecher Peter Zimmermann am Freitag auf ddp-Anfrage in Dresden. Zudem wies er darauf hin, dass dem Antrag des Nachrichtenmagazins "Spiegel" lediglich zu einem Teil entsprochen worden sei.

Der "Spiegel" hatte dagegen geklagt, dass ihm bislang Auskünfte darüber verwehrt wurden, welche Antworten Tillich 1999 zu seiner DDR-Vergangenheit auf einem Fragebogen für Minister mit ostdeutscher Herkunft bei seinem Amtsantritt als Ressortchef für Bundes- und Europaangelegenheiten gegeben hat.