Fukushima mahnt: EEG nicht ändern

Energiewende muss kommen

In einem Schreiben an die rheinland-pfälzischen Bundestags- und Landtagsabgeordneten fordert der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) Landesverband Rheinland-Pfalz die Parlamentarier dazu auf, sich für den Erhalt von zehntausenden von Arbeitsplätzen in der Solarenergie-Branche einzusetzen. Anlass für diesen Appell sind die geplanten Änderungen des Erneuerbaren Energiegesetzes (EEG). Die von der Bundesregierung vorgesehene kurzfristige und drastische Senkung der Einspeisevergütung führe bereits jetzt zu massenhaften Stornierungen bei den Installationsfirmen und ersten Kündigungen.

Fukushima mahnt: Energiewende darf nicht abgewürgt werden

Die neuen Pläne der schwarzgelben Bundesregierung stoßen auch hinsichtlich des Jahrestages des Atomunfalls in Fukushima am 11.3.2012 auf großes Unverständnis. Hatte doch die Atom-Katastrophe in Japan den Richtungswechsel der Bundesregierung hin zum Atomausstieg erst ausgelöst. Nicht einmal ein Jahr danach, solle nun die Energiewende gebremst, wenn nicht sogar verhindert werden. „Dies soll nur den Interessen der vier großen Energiekonzerne dienen, und wir befürchten, dass dann bald wieder gefordert wird, Atomkraftwerke am Netz zu lassen“, empört sich Egbert Bialk, Mitglied im BUND-Landesvorstand.

„Umso wichtiger ist es, dass wir weiter auf die Straße gehen und zeigen, dass die Anti-AKW-Bewegung weiterhin für den Atom-Ausstieg und für die Energiewende kämpft. Ein Aus der Energiewende durch falsche politische Weichenstellungen nehmen wir nicht hin“, betont Bialk. „Atomkraft ist und bleibt hochgefährlich. Alle restlichen AKW in Deutschland und besonders auch im nahen Cattenom müssen schnellstens vom Netz.“

Am 11.3.2012 finden bundes- und europaweite Groß-Demonstrationen statt - zum Gedenken an die Opfer der Atomkatastrophe und als Zeichen gegen die weitere Nutzung der und für die Energiewende. Von Rheinland-Pfalz aus fahren Busse und Zug-Fahrgemeinschaften zur Demonstration nach Neckarwestheim (von Koblenz mit Stopp in Montabaur, von Trier, Fahrgemeinschaften von Türkismühle, Grünstadt und Ludwigshafen).