Zahnersatzkosten im Griff

Kostenloser Ratgeber informiert über Regelungen zum Zahnersatz

ZahnersatzkostenViele Verbraucher haben Angst vor dem Besuch beim Zahnarzt. Zum einen bangen sie, dass die Zähne nicht in Ordnung sein könnten und zum anderen befürchten sie dadurch hohe Kosten. Ganz egal ob eine Füllung aus Keramik, Gold oder anderen wertvollen Materialien, eine Brücke oder gar der Zahnersatz insgesamt – bei allem müssen Verbraucher tief in die eigene Tasche greifen, denn nicht jede Reparatur am Zahn oder gar der gesamte Zahnersatz werden durch die gesetzlichen Krankenkassen in voller Höhe bezahlt. Diese bezahlen nur eine Standardleistung. Die kleine kostenlose Broschüre „Zahnersatzkosten im Griff – Wichtige Regeln zum Zahnersatz – speziell zum Heil- und Kostenplan“ informiert in verständlicher Weise über die Festzuschüsse der gesetzlichen Krankenkassen, beschreibt die möglichen drei Versorgungsformen (Regelversorgung, gleichartige Versorgung, andersartige Versorgung) und erklärt in verständlicher Weise den Heil- und Kostenplan. Dieser muss vor Beginn der Behandlung kostenlos durch den Zahnarzt erstellt werden. Darin sind der Befund und die geplante Versorgung nach Art, Umfang und Kosten anzugeben. Er muss von der Kasse vorab genehmigt werden.

Wichtig ist auf jeden Fall, dass der Patient sein Bonusheft ordentlich geführt hat. Wer nachweisen kann, dass ihm der Arzt in den letzten fünf bzw. zehn Jahren mindestens einmal pro Jahr auf den Zahn gefühlt hat, wird auch mit einem Bonus belohnt. Die Kassen zahlen statt 50 dann 60 bzw. 65 Prozent der Standardversorgung.

Auf jeden Fall muss der Zahnarzt den Patienten aufklären und dies transparent und nicht unter Zuhilfenahme von Begriffen, die der Patient nicht versteht. So sieht es nun auch das neue Patientenrechtegesetz vor. was am 26.02.2013 in Kraft getreten ist. Empfohlen wird auch, dass man sich vor Vertragsunterschrift eine Zweitmeinung bei einem anderen Zahnarzt einholt.

Der Ratgeber wurde im Rahmen des Projektes „Wirtschaftlicher Verbraucherschutz“ erstellt und wurde vom Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz gefördert.

Er ist in allen Beratungsstellen der Verbraucherzentrale Sachsen erhältlich.