Crysis 3 - Mit Pfeil und Bogen durch den Großstadtdschungel

Games für XBox, PC und andere

crysis-3-großstadtdschungel Nach dem schon Crysis und Crysis 2 ein voller Erfolg in Sachen Grafik und Gameplay waren, und bei den Gamern offene Münder bis Tränen wegen den hohen Hardwareanforderungen hinterließen, erscheint jetzt der nächste Teil aus dem Hause Crytek: Crysis 3. Crysis 3 stürzt mit einem ordentlichen Grafikschub Battlefield 3 von dem Grafikthron und überzeugt in vielen Aspekten von sich selbst. Aus gutem Grund, denn Crysis 3 ist laut den Entwicklern von Crytek der Konkurrenz um zwei Generationen voraus. Auch die solide Story überzeugt mit Abwechslung und mehreren Lösungswegen. Beispielsweise hat man entweder die Möglichkeit sich an Gegnern vorbei zu schleichen, oder sich offen erkennen zu geben, um sich wie Rambo seinen eigenen Weg zu bahnen.

Es sind viele Neuerungen vorhanden, die das Spiel vom Vorgänger abheben. Diese wären der Predator-Bogen, mit dem man z.B. explosive oder schockgeladene Pfeile abschießen kann. Auch erwähnenswert ist die Typhoon. Diese fiktive Waffe ist eine der außergewöhnlichsten Waffen in Crysis 3. Sie feuert - laut dem Trailer „Die 7 Wunder von Crysis 3: Die Typhoon“ - 500 Schuss pro Sekunde, was aber eher unwahrscheinlich ist, da sie nur ein 720 Schuss Magazin besitzt. Prophet, ein Mitglied der Elitegruppe bezeichnet sie als „Krönung von 2000 Jahren menschlicher Kriegskunst.

Die Storyline ist schnell erzählt: Es ist das Jahr 2047. Ausgerüstet mit dem letzten hochmodernen und teilweise aus Aliengewebe gebauten Nanosuit versucht Prophet, die Weltherrschaftspläne der Firma C.E.L.L. zunichte zu machen.

Den Entwicklern ist ein echtes Kunststück gelungen. Spaß und Spannung ohne Ende! Eine traurige Nachricht für alle Fans: Es soll vorläufig der letzte Teil der Trilogie des deutschen Studios Crytek sein. Geht und tröstet euch mit Crysis 3, das für PC sowie für PlayStation 3 und Xbox 360 erhältlich ist!

Wahab Bajwa

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Red: Mal was anderes als Papst und Frieden. Ich gespannt auf euer Feedback.

Das erste kommt schon innerhalb der Redaktion, von Jens Jürgen Korff:

Prinz Harry hatte kürzlich die Güte, in seiner naiven Ehrlichkeit eine sonst ziemlich heftig verschwiegene Wahrheit auszusprechen: Wer schnell und effizient Menschen töten will, tut gut daran, dieses Handwerk zuvor mit einem der auf dem Markt befindlichen Kriegsspiele zu üben. Dies ist der wichtigste Zusammenhang zwischen solchen Spielen und realen Kriegen in Afghanistan usw. sowie zwischen solchen Spielen und Amokläufen wie in Winnenden.

Der zweitwichtigste ist: Attentäter und Amokläufer wie der von Oslo gieren nach weltweiter Aufmerksamkeit. Sie wollen als Person berühmt werden. Leider bekommen sie diese Aufmerksamkeit auch, weil viele Journalisten eine verhängnisvolle Schwäche für den obszönen Charme der Gewalt haben. Diese Schwäche hängt mit einem medialen Kult der Gewalt zusammen, wie wir ihn hier, in solchen Spielen und in dem Medienecho, das sie erzielen, leider ertragen müssen. Mit diesem Kult werden Milliarden verdient, und er wird mit millionenschweren Kampagnen immer aufs Neue reproduziert. Die Parallele finden wir innerhalb der Spiele selbst: Auch dort findet die größte Mörderfigur die höchste Aufmerksamkeit und Bewunderung.

Erbärmlich und unendlich abgedroschen ist die immergleiche Plotkonstruktion des Genres Metzelporno: Einzelkämpfer muss die Welt retten, und das gibt ihm die Lizenz, tausende von Menschen oder Lebewesen oder lebewesenförmigen Gestalten abzuschlachten.