Mindestlohn für alle, JETZT!

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Mindestlohn ist nun überfälligAm 30.06.2012 wird der Ausschuss Arbeit und Soziales des Deutschen Bundestages über den Gesetzentwurf der Bundesregierung zur Einführung eines allgemeinen gesetzlichen Mindestlohns von 8,50 Euro beraten. Um unserer Forderung nach einem allgemeinen Mindestlohn ohne Ausnahmen Nachdruck zu verleihen, rufen wir zusammen mit dem Bündnis „Mindestlohn für alle – JETZT!“ parallel zu einer Kundgebung gegen die vorgesehenen Ausnahmen für Jugendliche und Langzeitarbeitslose auf.

Grundsätzlich begrüßt die SJD – Die Falken die Einführung eines gesetzlichen Mindestlohns, denn er wird die Lebenssituation von mehr als fünf Millionen Menschen verbessern. Allerdings sind die Ausnahmen für Arbeitnehmer*innen unter 18 nicht hinnehmbar! Obwohl Auszubildende bereits heute mit sehr wenig Geld auskommen müssen, entscheiden sich junge Menschen für eine Ausbildung, wenn sie die Möglichkeit dazu haben.

„Die aktuellen Diskussionen um den Mindestlohn zeigen sehr deutlich, dass Arbeitskraft in unserer kapitalistischen Gesellschaft mit ungleichem Maß bewertet wird.“, stellt Immanuel Benz, Bundesvorsitzender der SJD – Die Falken fest. „Selbst der Mindestlohn von 8,50 € ist ein Niedriglohn. Wird dieser durch Ausnahmen auch noch ausgehöhlt, ist das ein Schlag ins Gesicht für alle, die schon jetzt auf Sozialleistungen angewiesen sind, obwohl sie arbeiten gehen.“

Die Grenze 8,50 Euro darf nicht noch zusätzlich unterschritten werden. Auch deshalb lehnen wir die geplanten Ausnahmen vom Mindestlohn für Jugendliche und Langzeitarbeitslose ab. Diese Ausnahmen diskriminieren Jugendliche und Langzeitarbeitslose, sie wirken stigmatisierend und demütigend und sind nicht mit dem Grundgesetz vereinbar. Wir fordern die Bundesregierung, den Bundestag und den Bundesrat auf, diese Ausnahmen zu streichen!

„Junge Menschen sind keine Arbeiter*innen zweiter Klasse“, betont Josephin Tischner, Bundesvorsitzende der Falken. „Statt mit absurden Begründungen einen Ausschluss junger Menschen vom Mindestlohn zu fordern, müssen wir endlich über ausreichende Ausbildungsplätze, deren Qualität und eine Mindestausbildungsvergütung reden.“

Wir rufen zur Kundgebung des Bündnisses gegen die vorgesehenen Ausnahmen für Jugendliche und Langzeitarbeitslose auf:

  • Montag, 30.06.2014, 10 Uhr, Paul-Löbe-Allee, Ecke Konrad-Adenauer-Haus, Berlin-Mitte.
  • Kommt zahlreich, bringt Fahnen und Trillerpfeifen mit, um unseren Forderungen Gehör zu verschaffen