Verbraucherzentrale Sachsen klagt gegen Sparda-Bank Berlin

Unnötiges Bankenentgelt

Die Sparda-Bank Berlin eG verlangte für die Benachrichtigung der Ablehnung von Lastschriften aufgrund fehlender Kontodeckung jeweils sechs Euro. Da sich diese überhöhte Forderung auch an sächsische Verbraucher richtete, hat die Verbraucherzentrale Sachsen gegen die Bank Klage eingereicht. Weist ein Konto zu wenig Guthaben auf, darf das Kreditinstitut die Lastschrift ablehnen und muss dann den Kunden darüber informieren. Für solche Benachrichtigungen dürfen die Kreditinstitute grundsätzlich auch ein Entgelt verlangen. Dieses muss allerdings angemessen und an den tatsächlichen Kosten ausgerichtet sein. „Somit dürften die Beträge grundsätzlich nicht über den Kosten für einen automatisiert erstellten Brief liegen, das heißt, sich nur im Cent-Bereich bewegen“, meint Beate Saupe von der Verbraucherzentrale Sachsen.

Die sechs Euro wurden auch bei einer Benachrichtigung auf dem Kontoauszug verlangt, der lediglich im Online-Banking-Portal der Kunden eingestellt wurde. „Streng genommen dürften der Bank hier gar keine Kosten entstehen“, so die Auffassung von Saupe.

Noch immer verlangen einige Kreditinstitute juristisch zweifelhafte Entgelte. Das berichten zumindest die Berater der Verbraucherzentrale Sachsen. „Vor allem, wer ohnehin schon knapp bei Kasse ist, wird mit diversen Beträge gerne extra zur Kasse gebeten“, informiert Saupe.

Verbraucher, die Fragen zum Entgeltdschungel von Banken und Kreditinstituten haben, können sich bei der Verbraucherzentrale Sachsen rechtlich beraten lassen. Ratsuchende können für ein persönliches Beratungsgespräch immer montags bis freitags in der Zeit von 9 bis 16 Uhr unter der Nummer des sachsenweiten Termintelefons 0341-6962929 einen Termin vereinbaren.