Tierquälerei muss ein Ende haben

Höfken: Länder fordern Verbot bestimmter Wildtiere im Zirkus

Auf Initiative von Rheinland-Pfalz, Hessen und Thüringen hat der Bundesrat am Freitag beschlossen, dass die Haltung bestimmter wild lebender Tierarten im Zirkus verboten werden soll. „Es gibt zahlreiche Belege dafür, dass Elefanten, Bären und andere große Wildtiere unter den schwierigen Haltungs- und Transportbedingungen im Zirkus erheblich leiden. Diese Tierquälerei muss ein Ende haben“, sagte die rheinland-pfälzische Umweltministern Ulrike Höfken. Die Länder forderten die Bundesregierung auf, zeitnah eine Rechtsverordnung zum Verbot bestimmter Wildtiere im Zirkus vorzulegen. Dabei soll eine ausreichende Übergangszeit für vorhandene Zirkustiere vorgesehen werden.

„Die meisten Zirkustiere verbringen den Großteil ihres Lebens in engen Gehegen und Transportwagen. Eine artgerechte Haltung von Wildtieren ist unter den Bedingungen mobiler Unternehmen kaum möglich“, so Höfken. Es sei nicht hinnehmbar, dass Tiere für Unterhaltungszwecke leiden müssen. Zirkusse sollten nur noch solche Tierarten halten dürfen, deren Bedürfnissen sie auch gerecht werden können. Die Ministerin wies darauf hin, dass der Bundesrat bereits 2003 und 2011 Anläufe zum Verbot von Zirkustieren unternommen habe. Die Bundesregierung habe die Initiative aber trotz gegenteiliger Ankündigungen wiederholt ausgebremst. „Wir fordern die Bundesregierung auf, ihren Lippenbekenntnissen zum Tierschutz endlich Taten folgen zu lassen“, erklärte Höfken.