World Vision

Fahrradtour gegen AIDS

Aids-Aufklärung muss nicht todernst sein. Ermutigt durch den großen Erfolg im vergangenen Jahr, hat die Hilfsorganisation World Vision wieder einen Fahrrad-Marathon durch das südliche Afrika organisiert. In zwei Wochen fällt in Mosambik der Startschuss für eine rund 5000 Kilometer lange Tour. Nicht eine Handvoll Spitzensportler, sondern Tausende Radfans aus vielen Ländern machen mit, um in Sachen Aids die Öffentlichkeit zu mobilisieren.

Umsiedlung

Chinesische Süßwasser-Delfine bedroht

Die einzigartigen, fast blinden aber ungemein wendigen Süßwasser-Delfine, wissenschaftlich Lipotes vexillifer benannt, die ausschließlich im Jangtse vorkommen, sind vom Aussterben bedroht. Vor fünfzig Jahren waren noch etwa 6.000 Tiere im Fluss heimisch, heute sind es nach optimistischen Schätzungen nur noch 100 Stück, wobei nur bis zu sieben einzelne Sichtungen pro Jahr vermeldet werden, berichtet das Online-Magazin Expeditionzone.

Beschluss

Westerwelle darf nicht an TV-Duell teilnehmen

FDP-Chef Guido Westerwelle hat keinen Anspruch auf eine Teilnahme am öffentlich-rechtlichen Fernsehduell zwischen Bundeskanzler Gerhard Schröder und Unions-Kanzlerkandidat Edmund Stoiber am 8. September. Das Oberverwaltungsgericht Nordrhein-Westfalen in Münster sieht nach einem am Donnerstag veröffentlichten Beschluss dadurch keine Verletzung des Gebots der Chancengleichheit politischer Parteien. (AZ: 8 B 1444/02)

Wahlen

Schröder gegen Erweiterung der Ökosteuer

Bundeskanzler Gerhard Schröder erteilt Forderungen nach einer Erweiterung der Ökosteuer eine Absage. Daran denke er nicht, sagte Schröder im WDR-Fernsehen. Die Balance zwischen Belastungen für Unternehmen und Personen sowie anderen Politikzielen müsse gewahrt bleiben. Angesichts der Hochwasserkatastrophe hatten zuvor unter anderen Grünen-Politiker und verschiedene NGOs für eine Fortentwicklung der Ökosteuer plädiert.

Flutschäden

Bauern befürchten Milliarden-Verluste

In den vom Jahrhunderthochwasser geschädigten Regionen im Südosten Deutschlands ist nach den Worten von Bundeskanzler Gerhard Schröder ein zweiter Wiederaufbau nötig. Hier gehe es um die Mobilisierung von Milliardensummen, sagte Schröder. Die Bundesregierung sei "entschlossen, dies zu tun" - auch unabhängig von den engen europäischen Stabilitätskriterien. Es sei absehbar, dass allein für die Herstellung der Infrastruktur ein Vielfaches der bisher beschlossenen Soforthilfen benötigt werde.

Chlorgas ausgetreten

Alarm in tschechischer Chemiefabrik

In der tschechischen Chemiefabrik Spolana Neratovice ist hochgiftiges Chlorgas ausgetreten. Wie der mittelböhmische Bezirkshauptmann Petr Bendl mitteilte, wurde Alarm ausgelöst. Das Ausmaß der Bedrohung sei noch unklar, hieß es. Die Bewohner von Neratovice wurden aufgefordert, ihre Häuser nicht zu verlassen und die Fenster zu schließen. Der Ort ist in weiten Teilen überflutet.

Katastrophe

Chlorgas wirkt hochgiftig

Chlorgas wirkt auf pflanzliches und tierisches Gewebe durch Oxidation, durch Verdrängung von Wasserstoff sowie durch Addition an Doppelbindungen zerstörend. Daher wird Chlor als Desinfektionsmittel verwendet. Enthält die Atemluft Chlorgas, so wird die Lunge durch Verätzung der Luftwege und Lungenbläschen stark angegriffen.

Tierschutz

Deutschlands wilde Papageien-Importe

Noch immer stammen neun von zehn importierten Papageien aus freier Wildbahn. Dies zeigt eine aktuelle Pro Wildlife-Analyse der deutschen Importstatistiken. Allein zwischen 1995 und 2000 führte Deutschland 43.000 der begehrten und geschützten Vögel ein, obwohl für viele Arten kaum Informationen über die Bestände in der Natur und die Folgen des Massenhandels vorliegen.

Ärzte ohne Grenzen:

Mitarbeiter in Dagestan entführt

Die internationale Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen verurteilt die Entführung ihres Mitarbeiters Arjan Erkel (32), Landeskoordinator in Dagestan, auf Schärfste. Der Niederländer war am Abend des 12. August gegen 22 Uhr in der Hauptstadt Makhachkala von drei zum Teil bewaffneten Männern auf dem Heimweg angehalten und entführt worden. Ärzte ohne Grenzen ist äußerst besorgt über das Schicksal von Arjan Erkel und appelliert an die bisher unbekannten Täter, ihn unverzüglich und unversehrt freizulassen.

Wahlen

NABU sieht wirksamen Klimaschutz als Pflicht für alle Parteien

Der Naturschutzbund NABU hat angesichts der anhaltenden Flutkatastrophe Politiker aller Parteien aufgefordert, wirksamen Klimaschutz als Pflichtaufgabe mit höchster Priorität zu begreifen. Bei aller Tragik der Ereignisse berge die Katastrophe auch die Chance, ein Umdenken einzuleiten und dem Klimaschutz endlich die existenzielle Bedeutung beizumessen, die ihm zukomme, sagte NABU-Bundesgeschäftsführer Gerd Billen.

Flutopfer

Landwirte in sieben Bundesländern leiden unter Unwetterschäden

Die Unwetter der vergangenen Tage haben nach Angaben von Verbraucherschutzministerin Renate Künast Agrarschäden in 7 der 16 Bundesländer angerichtet. In einigen Regionen müsse mittlerweile mit Totalausfällen gerechnet werden, sagte Künast. In anderen Gebieten könne das Brotgetreide aufgrund der hohen Feuchtigkeit maximal noch als Futtergetreide genutzt werden. Das ganze Ausmaß der Schäden sei wegen der anhaltenden Regenfälle aber noch nicht absehbar.

Rettungsversuch

Knapp zwei Drittel der 21 000 Babcock-Arbeitsplätze gesichert

Beim zahlungsunfähigen Maschinenbaukonzern Babcock Borsig sind bisher 12 000 der weltweit rund 21 000 Arbeitsplätze gesichert. Damit sei man sechs Wochen nach der Insolvenz ein gutes Stück vorangekommen, betonte Insolvenzverwalter Helmut Schmitz.. Bei den Jobs handele es sich um Stellen bei stabilen sowie bei inzwischen verkauften Tochtergesellschaften. Die aus der insolventen Babcock Borsig AG hervorgehende Auffanggesellschaft soll am 1. Oktober starten und sich auf die Bereiche Service, Energietechnik und Umwelttechnik konzentrieren.

Zeitschriftenverleger:

Aus Brüssel drohe Gefahr für die Pressefreiheit

Der Verband Deutscher Zeitschriftenverleger hat den Vorschlag der EU-Kommission für eine Verordnung über das auf außervertragliche Schuldverhältnisse anzuwendende Recht abgelehnt. Die Kommission habe sich weder die Mühe gemacht, die Grundlagen für ihr Vorhaben zu recherchieren, noch es für nötig gehalten, ihren Plan zu begründen.

Deutscher Naturschutzring

"Die USA führen einen Krieg gegen die Natur"

Angesichts der beispiellosen Flutkatastrophen in Europa und anderen Teilen der Welt als Folge von Wetterextremen durch Klimaveränderungen hat heute in Berlin der Deutsche Naturschutzring die USA des Krieges gegen die Natur bezichtigt.

Hilfe für Flutopfer

Schröder will Solidarpakt II vorziehen

Bundeskanzler Gerhard Schröder will als Konsequenz aus der Flutkatastrophe den Solidarpakt II zugunsten des Wiederaufbaus in den betroffenen Regionen Ostdeutschlands vorziehen. Nach einem Besuch in den Katastrophengebieten in Sachsen sagte er, jetzt müssten Bund, Länder und Gemeinden gemeinsam überlegen, wie sie die "große Gemeinschaftsleistung" des Wiederaufbaus der überfluteten Regionen hinbekommen.

Hochwasser in Bayern und Sachsen

1500 Bundeswehrsoldaten im Einsatz

Bei der jüngsten Unwetterkatastrophe sind gegenwärtig 1500 Soldaten der Bundeswehr mit Schwerpunkt Bayern und Sachsen im Einsatz. Unterstützt werden sie nach Angaben des Verteidigungsministeriums von mehreren Hubschraubern.

Das Klima spielt verrückt

BUND fordert Maßnahmen noch vor Johannesburg

Sofortige und schnellere Schritte beim Klimaschutz hat der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) angesichts der zunehmenden Wetterextreme gefordert. Noch vor dem Weltumweltgipfel von Johannesburg müsse sich die Bundesregierung zur Minderung der Klimagase um 40 Prozent bis 2020 gegenüber dem Stand von 1990 verpflichten. Nur eine solche Vorreiterfunktion könne andere Staaten der Welt dazu bewegen, ebenfalls entschiedene Klimaschutzmaßnahmen zu beschließen.

Artenschutz am Mauerstreifen

Grünes Band für Joschka Fischer

Anlässlich eines Besuches von Joschka Fischer am Kunstdenkmal des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) überreichte ihm der BUND heute die Einladung für einen Lauf am "Grünen Band". Damit will der Umweltverband bei Fischer um Unterstützung für den Schutz dieses wertvollen Biotopverbundes werben. Der BUND hat kürzlich eine Bestandsaufnahme der schützenswerten Lebensräume entlang der ehemaligen innerdeutschen Grenze vorgestellt. Die Ergebnisse machen deutlich, dass 41 Jahre nach dem Mauerbau auf dem früheren Grenzstreifen ungewollt außergewöhnlich viele wertvolle Naturschätze vorhanden sind.

Frankfurter Marienkirchfenster brauchen Spender

Die Sammlung beginnt

Eine öffentliche Spendensammlung für die Restaurierung der aus Russland zurückgekehrten Marienkirchfenster hat in Frankfurt (Oder) begonnen. In Einkaufszentren und Hotels, im Rathaus, beim Tourismusverein und bei der Stadtverkehrsgesellschaft stehen seit dieser Woche Spendengefäße, die einmal wöchentlich geleert werden sollen. Die Stadtverwaltung verwies darauf, dass Gelder zudem auch weiterhin direkt auf das Konto des Fördervereins St. Marien Frankfurt (Oder) e.V. (Stichwort: Fenster, Konto-Nummer 38103009 bei der Sparkasse Frankfurt, Bankleitzahl 17052472) eingezahlt werden können. Dort gingen bislang über 80 000 Euro ein.

RTL kauft n-tv Anteile

Die Monopolisierung geht weiter

Die RTL-Group hat 47,3 Prozent des Nachrichtensenders n-tv sowie Beteiligungen an zwölf deutschen Radiosendern von der Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck für 170 Mio. Euro erworben. Das bestätigte der Medienkonzern heute, Dienstag, nachdem bereits vergangene Woche der Abschluss der Vertragsverhandlungen bekannt wurde. Die Übernahme muss noch kartell- und medienrechtlich genehmigt werden. Außerdem haben die künftigen Mitgesellschafter innerhalb von sechs Wochen die Option ein Vorkaufsrecht auszuüben.