Deutscher Umweltpreis

Größter europäischer Umweltpreis

Der Öko-Unternehmer Dr. Franz Ehrnsperger (55, Neumarkt) sowie die Wissenschaftler Dr. Wolfgang Feist (47, Darmstadt) und Professor Dr. Hermann Auernhammer (60, Freising) werden am Sonntag in Freiburg ausgezeichnet mit dem Deutschen Umweltpreis der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (Osnabrück). Bundespräsident Johannes Rau wird den mit einer Million Mark höchstdotierten Umweltpreis Europas im Konzerthaus an die drei Preisträger übergeben. 3SAT überträgt die neunte Verleihung des Deutschen Umweltpreises von 11 bis 13 Uhr direkt; das ZDF berichtet in ZDF.umwelt ab 13.15 Uhr von der Preisverleihung, ab 23.50 Uhr in einer Zusammenfassung. Neben Umweltminister Jürgen Trittin wird sich Ulrich Müller, Umweltminister des Landes Baden-Württemberg, in einem Grußwort an die Gäste richten. Präsentiert wird die Veranstaltung von 3sat-Moderator Stefan Schulze-Hausmann.

Flüchtlingshilfe

Hungerhilfe fordert Einstellung der Militärschläge

Die Deutsche Welthungerhilfe fordert eine Einstellung der Militärschläge in Afghanistan. "Das wäre zumindest eine Chance für die humanitären Organisationen, ihre Arbeit wieder aufzunehmen", betonte der Welthungerhilfe-Projektleiter für Afghanistan, Erhard Bauer. Allerdings reiche eine Feuerpause nicht aus. Die Hilfsorganisationen benötigten für ihre Arbeit auch Sicherheitsgarantieren und Absprachen mit lokalen Herrschern, sagte Bauer, der sich zurzeit im pakistanischen Peschawar aufhält.

Atomkraft

Koalitionspolitiker wollen alte Atommeiler schneller vom Netz nehmen

Politiker der Koalition drängen als Konsequenz aus den Terroranschlägen in den USA auf eine schnellere Abschaltung älterer Kernkraftwerke in Deutschland. Die Energieexpertin der Grünen, Michaele Hustedt, sagte der Berliner Zeitung, mit den Betreibern müsse noch einmal über die Restlaufzeiten geredet werden. Ziel müsse es sein, die älteren Meiler rascher abzuschalten. Unter Sicherheitsaspekten seien diese Reaktoren besonders fragwürdig.

Fahndung

Polizeigewerkschaft fordert Neuanfang für Fahndungssystem

Die Gewerkschaft der Polizei fordert einen völligen Neuanfang für das gemeinsame Fahndungssystem der Polizei von Bund und Ländern. Das bisher geplante System sei zu komplex und für die polizeiliche Praxis zu aufwändig ausgelegt, kritisierte der Gewerkschaftsvorsitzende Konrad Freiberg.

Atomkraft

Schadstellen im Kraftwerk Biblis entdeckt

Im hessischen Kernkraftwerk Biblis sind bei einer Untersuchung des Blocks B mehrere Schadstellen am Korrosionsschutz des Reaktorkühlkreises festgestellt worden. Wie das hessische Umweltministerium mitteilte, haben die entdeckten Schadstellen eine Größe von einigen Quadratmillimetern. Die Stellen seien wahrscheinlich seit der Herstellung vorhanden und jetzt erst aufgrund einer deutlich verbesserten Kameratechnik entdeckt worden. Die Festigkeit der Rohre sei nach derzeitiger Erkenntnis nicht beeinträchtigt, hieß es.

Tierschutz

Tierschützer befürchten falsche Kompromisse bei neuer Legehennenverordnung

Tierschützer befürchten bei der Verabschiedung des neuen Legehennenverordnung im Bundesrat "faule Kompromisse". Der Vorsitzende des Vereins "Menschen für Tierrechte", Eisenhart von Loeper, lehnte eine Fristverschiebung der Abschaffung von Käfig-Altanlagen kategorisch ab.

Hunger

Mehr als 800 Millionen Menschen weltweit unterernährt

Die Welternährungsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) und die Deutsche Welthungerhilfe zeichnen in ihrem jüngsten Weltbericht ein düsteres Bild der weltweiten Ernährungssituation. Zwar sei die Zahl der chronisch unterernährten Menschen in den vergangenen Jahren um 11 Millionen auf 815 Millionen Menschen gesunken. In den Entwicklungsländern stagniere die Zahl der Hungernden jedoch bei 777 Millionen, teilten beide Organisationen am Montag in Berlin mit. 11 Millionen Menschen litten in den westlichen Industriestaaten und 27 Millionen in Osteuropa und den Staaten der ehemaligen Sowjetunion an mangelnder Ernährung.

Verbreitung von Atomwaffen

Al-Qaida wollte angeblich an Nuklearmaterial kommen

Die Terror-Organisation Al-Qaida wollte nach einem Bericht des ARD-Magazins "Report" an waffenfähiges russisches Nuklearmaterial kommen. Wie das Magazin am Montag berichtete, habe sich die Organisation des Top-Terroristen Osama Bin Laden seit Jahren bemüht, über die russische Mafia an Ausgangsmaterial für Kernwaffen zu gelangen. "Report" aus Mainz beruft sich auf Aussagen des an der Universität Stanford (USA) tätigen Rüstungskontrollexperten Friedrich Steinhäusler.

Schlauch und Roth

Grüne unterstützen Bombardierung Afghanistans

Die Grünen unterstützen die weitere Bombardierung Afghanistans. Damit solle das Taliban-Regime beseitigt werden, welches einst mit Unterstützung durch die USA an die Macht gekommen war. "Wir würden uns auch schuldig machen, wenn wir dem Treiben der Terroristen untätig zusehen würden", sagte Fraktionschef Rezzo Schlauch am Sonntagabend in der ZDF-Sendung "Berlin direkt". Eine militärische Antwort müsse aber in eine politische Lösung "eingebettet" werden.

Exportweltmeister Deutschland

Deutschland lieferte Erreger für Biowaffen in die USA

Deutschland hat Erreger für Biowaffen in die USA geliefert. Diese Lieferungen seien "in voller Übereinstimmung mit dem Ausfuhrrecht" erfolgt, bestätigte eine Sprecherin des Bundeswirtschaftsministeriums am Sonntag in Berlin einen Bericht der "Welt am Sonntag". Der Rüstungsexportbericht der Bundesregierung belegt, dass Deutschland 1999 unter der Position "ABC-Schutzausrüstung" chemische und biologische Erreger - so genannte Agenzien - für den Kriegsgebrauch im Wert von 77,4 Millionen Mark in die USA exportierte. Diese Substanzen machten zwölf Prozent des Rüstungsexports in die USA aus.

Atomtransport

Vorbereitungen für Castor-Transport nach Gorleben laufen

Die Vorbereitungen für den nächsten Castor-Transport ins Atommüll-Zwischenlager Gorleben laufen trotz angespannter Sicherheitslage weiter. Es gebe derzeit keine Signale, dass andere Bundesländer keine Beamten zur Verfügung stellen könnten, sagte Niedersachsens Innenminister Heiner Bartling. Aus einigen Ländern gebe es bereits Zusagen für die Abstellung von Beamten. Als wahrscheinlicher Termin für den Transport gilt nach bisherigem Kenntnisstand der November, vielleicht soll der Transport auch noch im Oktober rollen.

Wettbewerb

EU prüft Monopolvorwürfe gegen Microsoft

EU-Wettbewerbskommissar Mario Monti will den Softwarekonzern Microsoft offenbar auf einen wettbewerbswidrigen Missbrauch seiner Marktdominanz prüfen. Montis Behörde habe zahlreiche Fragen zum neuen Windows XP an das Unternehmen gerichtet, wie die "Financial Times Deutschland" berichtet.

Atomkraft

Weiterer Rücktritt bei EnBW nach Panne in Philippsburg

Die Panne im Atomkraftwerk Philippsburg zieht bei der Betreibergesellschaft Energie Baden-Württemberg AG (EnBW) weitere personelle Konsequenzen nach sich. Der technische Vorstand der EnBW, Klaus Kasper, trat von seinem Posten zurück, wie das Unternehmen mitteilte. Der Aufsichtsrat halte diesen Schritt für richtig und respektiere die Entscheidung. Kasper werde jedoch in anderen Funktionen weiter für die EnBW zur Verfügung stehen. Am Freitag hatte bereits der technische Vorstand der Tochterfirma EnBW Kraftwerke AG, Ulrich Gräber, seinen Rücktritt erklärt. Sowohl Gräber als auch Kasper zogen damit die Konsequenzen aus Fehlern im Sicherheitsmanagement.

Milzbrand

USA gehen von Terroranschlag aus

Die Milzbrandfälle führt die US-Gesundheitsbehörde auf terorristische Angriffe zurück, so die Tagesschau. Ob Osama bin Ladens Organsiation El Kaida hinter den Anschlägen stecke, sei nicht sicher, so US-Gesundheitsminister Tommy.

Gen-Technik

Greenpeace legt Studie zur Gentechnologie vor

Demnach werde Gentechnologie könne nicht wesentlich zur Verbesserung der Welternährungssituation beitragen, so die Universität Essex. Greenpaece legte diese Studie zum morgigen Welternährungstag vor. Der Schlachtruf der Gentech-Industrie "Die Gentechnik werde die Welt ernähren" sei lediglich ein Vorwand der Saatgut- und Lebensmittelkonzerne, heisst es in der Aussendung.

Zuwanderung

Rot-grüne Koalition streitet weiter um Zuwanderung

Die rot-grüne Koalition ringt weiter um einen Kompromiss bei der Zuwanderung. Grünen-Fraktionschefin Kerstin Müller sagte, der Entwurf von Bundesinnenminister Otto Schily habe nach wie vor "viele Mängel".

Atomkraftwerke

Staatsanwalt ermittelt wegen Urkundenfälschung beim AKW Isar I

In der Affäre um angebliche Manipulationen von sicherheitsrelevanten Daten im Kernkraftwerk Isar I ermittelt nun die Staatsanwaltschaft Landshut wegen Urkundenfälschung. Es bestehe der Verdacht, dass die zur Erstellung eines Gutachtens an den Technischen Überwachungsverein (TÜV) weiter gegebenen Unterlagen verändert wurden, sagte der Landshuter Oberstaatsanwalt Helmut Kober.

Klimapolitik

Mit Kraft-Wärme-Kopplung gegen Treibhausgase

Bundeswirtschaftsminister Werner Müller sieht in der Kraft-Wärme-Kopplung einen wichtigen Baustein bei der Erreichung der klimapolitischen Ziele. Deutschland habe sich verpflichtet, 23 Millionen Tonnen weniger CO2 bis zum Jahr 2010 zu produzieren, sagte Müller im Bundestag. Mit der Kraft-Wärme-Kopplung sei dieses Ziel erreichbar.

Legehennenverordnung - was geschieht

Künast rechnet mit knapper Mehrheit für Legehennenverordnung

Im Streit um die geplante neue Legehennenverordnung zeichnet sich eine Einigung ab. Ministerin Künast sei zuversichtlich, dass es im Bundesrat für ihre Pläne die erforderliche Mehrheit geben werde. Der Agrarausschuss des Bundesrats hatte einen Kompromiss erarbeitet. Danach soll das von Künast geplante Verbot von Legebatterien nicht wie ursprünglich vorgesehen ab 2006, sondern erst ab 2009 gelten.

Nobelpreis

Friedensnobelpreis geht an Kofi Annan und die Vereinten Nationen

Der Friedensnobelpreis geht in diesem Jahr zu gleichen Teilen an die Vereinten Nationen und an deren Generalsekretär Kofi Annan. Wie das Nobel-Komitee in Oslo mitteilte, soll damit ihr Einsatz für eine friedvollere Welt gewürdigt werden.