Meeresfrüchte belastet

Antibiotika in Shrimps und Garnelen gefunden

Sachsen-Anhalts Agrarministerium warnt vor Antibiotikarückständen in Shrimps und Garnelen aus dem Südpazifik. Lebensmittelkontrolleure haben bei Untersuchungen vom Meeresfrüchten aus China und Vietnam wiederholt Spuren von Chloramphenicol gefunden, wie Minister Konrad Keller (SPD) am Mittwoch in Magdeburg mitteilte. Er habe die Vernichtung der Erzeugnisse angeordnet. Den Handel und alle gastronomischen Einrichtungen forderte er auf, ihre Bestände zu überprüfen und belastete Waren aus dem Verkehr zu ziehen.

Terrorabwehr

USA erhalten drei NATO-Awacs-Flugzeuge

Drei von fünf angeforderten Awacs-Überwachungsflugzeugen sind inzwischen von der NATO-Airbase in Geilenkirchen bei Aachen in die USA verlegt worden. Bereits am Dienstagabend sei ein Aufklärungsflugzeug gestartet und zwei seien am Mittwochmorgen gefolgt, bestätigte ein Sprecher des NATO-Verbandes. Zwei weitere sollten "in Kürze" in die USA fliegen. Neuer Standort ist ein Militärflughafen bei Washington.

Walfang

Walschützer stoppten Treibjagd auf Kleinwale in Japan

Amerikanische und japanische Walschützer haben vorläufig ein Massaker an mindestens 20 Grindwalen durch Fischer aus Taiji in Japan, wo vor kurzem wieder die jährlichen Waltreibjagden begonnen haben, zum Stehen gebracht. Die Walschützer, angeführt von dem renommierten US-Naturfilmer Hardy Jones, wurden von den Fischern mit Messern bedroht, als sie die Treibjagd für eine Internet-Live-Übertragung filmten. Es handelt sich dabei um ein Projekt der Whale and Dolphin Conservation Society (WDCS) Deutschland in Kooperation mit Bluevoice.org, um durch das Dokumentieren der anhaltenden Abschlachtungen von Walen und Delfinen in japanischen Gewässern öffentlichen Protest hervorzurufen.

Gegenschlag

USA kündigen weitere Luftschläge gegen Ziele in Afghanistan an

Nach dem Ende der ersten Welle von Luftangriffen gegen Afghanistan haben die USA weitere Angriffe angekündigt. Der US-Sender CNN berichtete unter Berufung auf US-Militärkreise, dass die Bombardierungen "für einige Abende weitergehen würden".

Sicherheit

Wowereit kündigt weitere Sicherheitsmaßnahmen in Berlin an

Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit hat nach den Angriffen der USA und Großbritanniens auf Ziele in Afghanistan weitere Sicherheitsmaßnahmen für die Hauptstadt angekündigt. Neben der zusätzlichen Präsenz von Polizisten vor gefährdeten Objekten und Botschaften müsse auch mit Kontrollstellen in der Stadt gerechnet werden, sagte Wowereit im Inforadio Berlin-Brandenburg. Einzelheiten nannte er zunächst nicht. Nach Angaben der Polizei gab es in der Nacht in Berlin keine besonderen Vorkommnisse.

Innere Sicherheit

Schily erwartet langfristig erhöhte Sicherheitsmaßnahmen

Die verschärften Sicherheitsvorkehrungen in Deutschland werden nach Aussage von Bundesinnenminister Otto Schily noch längere Zeit aufrechterhalten bleiben. Die Sicherheitskräfte würden so eingeteilt, das keine "Ermüdungserscheinungen" auftreten, sagte Schily im ARD-Morgenmagazin. Außerdem werde das Personal verstärkt. So solle der Bundesgrenzschutz mit mehreren Hundertschaften aufgestockt werden.

Afghanistan-Festnahme

Shelter-Now-Mitarbeitern geht es scheinbar gut

Den in Afghanistan inhaftierten Shelter-Now-Mitarbeitern geht es nach Angaben des Auswärtigen Amtes scheinbar gut. Das Außenamt habe in der Nacht über den pakistanischen Anwalt Kontakt zu den Gefangenen gehabt. Die Bundesregierung bemühe sich nachdrücklich um die Sicherheit der Gefangenen, welche sich nun mitten im Kriegsgebiet befinden.

Flugzeugunglück

Offenbar mehr als 100 Tote bei Flugzeugkatastrophe in Mailand

Bei einem Flugzeugunglück auf dem Mailänder Flughafen Linate sind offenbar mehr als 100 Menschen ums Leben gekommen. Ein deutsches Kleinflugzeug vom Typ Cessna war auf dem Rollfeld mit einer Passagiermaschine der skandinavischen Fluggesellschaft SAS zusammengestoßen. Zum Zeitpunkt des Unglücks kurz nach acht Uhr herrschte auf dem Flughafen offenbar dichter Nebel.

Demonstration

2500 Berliner Schüler protestieren gegen US-Militärschlag

Rund 2.500 Berliner Schüler haben am Montag gegen die amerikanisch-britischen Angriffe auf Ziele in Afghanistan protestiert. Unter dem Motto "Schüler und Schülerinnen gegen den Krieg" forderten die Jugendlichen das sofortige Ende der Aktion. Nach Angaben der Veranstalter kamen Teilnehmer von 20 Schulen aus der gesamten Stadt zu der Protestveranstaltung. Nach der Auftaktkundgebung auf dem Alexanderplatz in Berlin-Mitte zog der Demonstrationszug zur Amerikanischen Botschaft und zum Auswärtigen Amt. Die Schüler trugen Plakate mit Aufschriften wie "Krieg rächt keine Toten" und "Für Frieden - Gegen Krieg und Terror".

Betrugsfall Flowtex

Lukrative Geschäfte für Wirtschaft, Staat und Parteien

Der Flowtex-Skandal scheint kein Einzelfall zu sein und zeigt, wie Politiker, Staatsanwälte und Finanzämter in Deutschland gelegentlich ihre schützende Hand über betrügerische Geschäfte halten. Ostdeutsche Finanzbeamte, die in der Bundesrepublik Deutschland rechtsstaatliche Verhaltensweisen erwarten, wundern sich, wenn ihre westdeutschen KollegInnen herbeigeeilt kommen, und auf die guten Beziehungen der Geschäftsleute in der Politik verweisen. Gelder fließen in die Kassen der Parteien, Geburtstagsfeiern verschlingen mal so eben eine Million Mark. Von Sparen und "den Gürtel enger schnallen" ist da keine Rede.

Stiftung

Bundesregierung nimmt Zwangsarbeiter-Stiftung in Schutz

Die Bundesregierung nimmt die Zwangsarbeiter-Stiftung "Erinnerung, Verantwortung und Zukunft" vor Kritik im Zusammenhang mit Wechselkurs-Verlusten beim Umtausch in polnische Zloty in Schutz. Das Bundesfinanzministerium habe als zuständige Rechtsaufsichtsbehörde entsprechende Vorwürfe intensiv geprüft, sagte Regierungssprecher Uwe-Karsten. Danach sei das Verhalten der Stiftung nicht zu beanstanden.

Umfrage

Mehrheit der Deutschen zur Terrorbekämpfung bereit

Die Deutschen sind bei der Terrorismusbekämpfung nach einer Emnid-Umfrage mehrheitlich auch zu finanziellen Einschnitten und rechtlichen Beschränkungen bereit. So sprechen sich 66 Prozent der Befragten für eine Einbeziehung der Bundeswehr in die Terrorbekämpfung aus, auch wenn dafür das Grundgesetz geändert werden müsste. Nur ein knappes Drittel ist dagegen, heißt es in einer Untersuchung des Meinungsforschungsinstitutes Emnid.

Afghanistan-Festnahme

Inhhaftierten Shelter-Now-Mitarbeitern sind körperlich gesund

Den acht in Afghanistan inhaftierten ausländischen Mitarbeitern der Organisation Shelter Now geht es nach Angaben des Auswärtigen Amtes körperlich gut. Ein Außenamtssprecher verwies darauf, dass es Kontakte über den pakistanischen Anwalt der Häftlinge gebe, der Zugang zu seinen Mandanten habe. Danach gehe es den Gefangenen "physisch gut". Unter ihnen befinden sich auch vier Deutsche.

Atomkraft

Rückbau der Wiederaufbereitungsanlage Karlsruhe soll weitergehen

Der im Zuge eines Plutonium-Diebstahls unterbrochene Abbau der Wiederaufbereitungsanlage Karlsruhe soll zügig wieder aufgenommen werden. Wie das baden-württembergische Umweltministerium am Freitag in Stuttgart mitteilte, sollten kleinere Abbauarbeiten noch in diesem Jahr erfolgen. Nach Nachrüstungen bis Frühjahr 2002 soll der uneingeschränkte Rückbau wieder aufgenommen werden.

Entschädigung

Wirtschaft übergibt restliche 550 Millionen an Zwangsarbeiter-Fonds

Der Fonds zur Entschädigung ehemaliger NS-Zwangsarbeiter ist komplett. Die Stiftungsinitiative der deutschen Wirtschaft überwies den noch ausstehenden Betrag von 550 Millionen Mark an die Bundesstiftung "Erinnerung, Verantwortung, Zukunft". Dies teilten beide Stiftungen in Berlin mit. Zusätzlich habe die Wirtschaft 100 Millionen Mark an bisher erwirtschafteten Zinsen in den Fonds gezahlt.

Terrorprävention

USA schickt Bodentruppen nach Usbekistan

Die USA hat eine Gebirgsdivision nach Usbekistan geschickt, meldet die Tagesschau. Die Soldaten werden zunächst in Usbekistan stationiert, so ein Mitarbeiter des US-Verteidigungsministeriums. Die Soldaten sollen Schutz für US-Militäroperationen in Usbekistan leisten.

Welthungerhilfe

Norden muss Märkte weiter für Süd-Produkte öffnen

Die Deutsche Welthungerhilfe fordert eine stärkere Öffnung der Märkte der Industriestaaten für Waren aus Entwicklungsländern. Als Teil einer "Allianz gegen Armut, Hunger und Umweltzerstörung" müsse der Norden seine Märkte noch weiter für Produkte aus dem Süden öffnen, hieß es in Erklärung. Zudem dürfe die Entwicklungshilfe nicht weiter beschnitten werden.

Bundesverfassungsgericht

NPD-Verbotsanträge sind zulässig

Das Bundesverfassungsgericht hat die Anträge von Bundesregierung, Bundestag und Bundesrat auf ein Verbot der rechtsextremistischen NPD für zulässig erklärt. Die drei Klageschriften seien zudem hinreichend begründet, heißt es in dem am Donnerstag in Karlsruhe veröffentlichten Beschluss des Zweiten Senats (Az. 2 BvB 1/01 u. a.).

Hunger

Hilfsorganisation warnen vor humanitärer Katastrophe in Afghanistan

Die großen deutschen Hilfsorganisationen bitten dringend um Spenden, um eine humanitäre Katastrophe in Afghanistan zu verhindern. Nach Schätzungen des Kinderhilfswerks der Vereinten Nationen (Unicef) haben in den vergangenen Monaten bereits über 900.000 Menschen auf der Flucht vor dem Bürgerkrieg und auf der Suche nach Wasser und Nahrung ihre Dörfer verlassen. Rund 7,5 Millionen Afghanen seien auf die Hilfe von außen angewiesen, teilte Unicef am Donnerstag in Berlin mit. Gleichzeitig leide das Land unter der schlimmsten Dürre seit 30 Jahren.

Kriegsvorbereitungen

Die Forderungen der Amerikaner

Die Vereinigten Staaten haben der NATO ihre Forderungen für eine Unterstützung im Kampf gegen den Terrorismus vorgelegt. Darin werden eine Zusammenarbeit bei der Nachrichtengewinnung und beim Schutz von US-Einrichtungen, unbeschränkte Überflugrechte und die Überwachung des Luftraumes angefordert.