ägypten Nachrichten & Informationen

SFV warnt vor neuen Energieabhängigkeiten

"Solarstromimporte sind nicht notwendig"

Der Solarenergie-Förderverein Deutschland (SFV) warnt anlässlich der intensiven Werbung für Solarstrom in großen Parabolspiegelrinnen-Kraftwerken an der Südküste des Mittelmeeres vor neuen Energieabhängigkeiten. Der SFV fordert stattdessen, mehr Überzeugungsarbeit für die "eigene Solaranlage auf dem Dach". Es sei zu begrüßen, wenn die Staaten wie Ägypten und Marokko eine eigene ölunabhängige Energieversorgung aufbauen, und Deutschland sollte ihnen bereitwillige Unterstützung gewähren.

Presse in der Arabischen Welt längst nicht frei

Hinter Gittern

Anlässlich der Frankfurter Buchmesse fordert die Menschenrechtsorganisation Reporter ohne Grenzen (RoG) die arabischen Staaten auf, eine freie und unabhängige Berichterstattung in ihren Ländern zuzulassen. "Die Machthaber in den arabischen Staaten unterdrücken die Pressefreiheit systematisch", so RoG-Vorstand Astrid Frohloff. Unabhängige Informationen zu verbreiten und zu bekommen sei aber ein Menschenrecht und Voraussetzung für eine Demokratie. Daher fordert Reporter ohne Grenzen die arabischen Staaten auf, restriktive Mediengesetze abzuschaffen. In vielen Ländern stellten die Gesetze Diffamierung unter Strafe - so werde Kritik an Machthabern, Militär und Religion unterdrückt. Zudem sollten die Staaten ihr Monopol auf Radio- und Fernsehsender aufheben und unabhängige Medien ungehindert arbeiten lassen.

Keine NGOs bei Weltgipfel zur Informationsgesellschaft

UNO schließt Zivilgesellschaft von Mitarbeit aus

Die Vertreter der Zivilgesellschaft, sogenannte Observers, dürfen nicht an den Arbeitsgruppen auf der dritten Vorbereitungskonferenz (Prepcom) zum UNO-Weltgipfel zur Informationsgesellschaft (WSIS) teilnehmen. Diese Entscheidung wurde den NGO-Vertretern in Genf mitgeteilt. Statt eine neue Art von Weltgipfel auszuprobieren, wie die UN-Vollversammlung im Dezember 2002 vollmundig verkündete, hat sich auf der Prepcom3 in Genf Ernüchterung breit gemacht. In dem UN-Vollversammlungsbeschluss zum WSIS wurde die Zivilgesellschaft ausdrücklich ermutigt, sich aktiv an dem Vorbereitungsprozess und dem folgenden Gipfel zu beteiligen.

US-Verteidigungsministerium übernimmt irakische Medien

Radio "powered by Pentagon"

Das US-Militär hat nach der Eroberung des Irak auch mit der Neuordnung der Medienlandschaft des Landes begonnen. Am Dienstag ging der erste Radiosender "powered by Pentagon" in der südlichen Grenzstadt Umm Kasr on air. Ein landesweiter TV-Sender und eine Zeitung sollen folgen. Hinter dem neuen Radiosender mit Namen "Voice of the New Iraq" steht das vom Pentagon organisierte und von US-Steuerzahlern bezahlte Iraq Media Network (IMN). Bisher sendete nur Commando Solo von einem modifizierten C-130-Flugzeug des Pentagons.

Früherer US-Präsident Carter ausgezeichnet

Friedensnobelpreis

Den Friedensnobelpreis erhält in diesem Jahr der frühere US-Präsident Jimmy Carter. Der 78-Jährige bekommt die Ehrung nach Aussage des Nobelpreiskomitees vom Freitag für seinen unermüdlichen Einsatz, friedliche Lösungen für internationale Konflikte zu finden. Carter hatte während seiner Präsidentschaft von 1977 bis 1981 eine wichtige Vermittlerrolle im Konflikt zwischen Israel und Ägypten im Zuge der Friedensverhandlungen von Camp David eingenommen.

Schröder feuert Scharping

Verteidigung

Bundeskanzler Gerhard Schröder entlässt Verteidigungsminister Rudolf Scharping. Die notwendige Basis für eine gemeinsame Arbeit in der Bundesregierung sei nach Schröders Auffassung nicht mehr gegeben. Der Kanzler fügte hinzu, er wolle Bundespräsident Johannes Rau bitten, Scharping zu entlassen und SPD-Fraktionschef Peter Struck zum Nachfolger zu ernennen. Der Schritt sei mit dem Vizekanzler und Außenminister Joschka Fischer abgestimmt.

Ägypten und Tunesien werden wieder empfohlen

Bundestag zur Reisesicherheit

Tunesien und Ägypten sind nach Einschätzung des Tourismusausschusses des Bundestages wieder sichere Reiseländer. Nach dem Anschlag auf der tunesischen Ferieninsel Djerba am 11. April seien die Sicherheitsvorkehrungen verschärft worden, sagte der tunesische Außenminister Habib Ben Yahia in einem Gespräch mit dem Ausschussvorsitzenden Ernst Hinsken (CSU) und den tourismuspolitischen Sprechern der Fraktionen am Mittwoch in Berlin. Man arbeite zudem eng mit Deutschland und den USA zusammen. Tunesien habe nach dem Anschlag einen Rückgang der Urlauberzahlen um 40 Prozent verzeichnen müssen.

Ägyptischer Preisträger sitzt noch in Haft

Jenaer Menschenrechtspreis verliehen

Am 15. Februar bekommt der ägyptische Sozialwissenschaftler Saad Eddin Ibrahim in der Aula der Uni Jena, Fürstengraben 1, den Preis für Internationale Verständigung und Menschenrechte der Ulrich-Zwiener-Stiftung verliehen.