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Kritik an Seehofer

Druckchemikalie ITX offenbar auch in Karton-Säften von ALDI Süd

Die Deutsche Umwelthilfe spricht inzwischen von einer "fast flächendeckende Belastung" von Frucht- und Gemüsesäften in Kartonverpackungen mit der Druckchemikalie Isopropylthioxanton (ITX). Auch in der vierten Serie der von der Umwelthilfe veranlassten Untersuchungen seien weitere belastete Säfte gefunden worden. Der Maximalwert in der neuen Messreihe mit einem ITX-Gehalt von 67 Mikrogramm pro Kilogramm (µg/kg) wurde laut Umwelthilfe in einem "Fit for fun active Drink mit L-Carnitin und Vitaminen - Erfrischendes Mehrfruchtgetränk" von "Pro Health Vital Drink GmbH" gefunden. Das Getränk im 0,5 Liter-Karton werde von einer Berliner Filiale der Supermarktkette "extra" vertrieben. Im "Bio Rote Bete Saft" im 0,5 Liter-Karton der Edeka-Hausmarke Bio Wertkost seien 49 Mikrogramm gemessen worden. Die Verpackung sei in beiden Fällen von Tetra Pak. Schließlich habe man auch im Aldi Süd-Apfelsaft "Solesta" im Ein-Liter-Karton mit einer Verpackung von Elopak 36 Mikrogramm gefunden. Insgesamt seien in den vergangenen vier Wochen 63 Säfte untersucht worden. In 23 Fällen habe man die Chemikalie ITX nachgeweisen können.

"Vitafit"

Druckchemikalie ITX in Apfel- und Gemüsesäften von Aldi und Lidl?

Die in Italien, Spanien, Portugal, Frankreich und zuletzt in Kroatien aufgetretene Kontamination von Getränken in Kartonverpackungen mit der Druckchemikalie Isopropylthioxanton (ITX) macht offenbar auch vor Deutschland nicht halt. Stichprobenartige Untersuchungen unterschiedlicher Karton-Getränke im Auftrag der Deutschen Umwelthilfe sollen ergeben haben, dass der naturtrübe Aldi-Apfelsaft "Apfelblüte" mit 60 Mikrogramm pro Kilogramm und der Lidl-Gemüsesaft "vitafit" mit 72 Mikrogramm belastet war. Der betroffene Apfelsaft sei in Getränkekartons des norwegischen Verpackungsherstellers Elopak verpackt gewesen, der Gemüsesaft-Karton stamme vom schwedischen Marktführer TetraPak. Die Deutsche Umwelthilfe vermutet, dass die beim Druck der Verpackungsaufschriften zur schnelleren Trocknung der Farbe eingesetzte Chemikalie ITX von der Verpackung in das Getränk übergeht.

Protestaktionen erfolgreich

ALDI will künftig auf Tropenholz aus Raubbau verzichten

"ALDI wird sich in Zukunft beim Einkauf von aus Tropenholz hergestellten Möbeln u.ä. bemühen, zusätzlich zu staatlichen Zertifikaten das allseits akzeptierte FSC-Siegel einzufordern (...)", schreibt ALDI in einer Stellungnahme an ROBIN WOOD. Um zu verhindern, dass sich deutsche Kunden unfreiwillig an der Zerstörung von tropischen Regenwäldern mitschuldig machen, hatten Aktivisten unter dem Motto "Das ALDI-Prinzip: Profit ganz oben. Regenwald platt" vor Filialen des Discounters demonstriert und eine umfassende Verbraucherinformation eingefordert.

Tropenholz aus Raubbau?

Kunden sollen Gartenmöbel zu Aldi zurückbringen

Die Umweltschutzorganisation Robin Wood empfiehlt allen Käufern, bei Aldi Nord gekaufte Tropenholz-Gartenmöbel zurückzugeben. Es sei nicht auszuschließen, dass das Holz dafür aus Regenwaldzerstörung stamme. Aldi weigere sich, Informationen über die Herkunft des Holzes zu geben. Die Umweltschützer kritisierten neben der Informationspolitik des Aldi-Konzerns auch die Gesetzeslage in Deutschland, die die Einfuhr illegal geschlagenen Holzes ermögliche und Kunden über dessen Herkunft in Unklaren lasse.

Geheimgehalten

Tropenholz bei Aldi mit unbekannter Herkunft

Der Lebensmitteldiscounter Aldi hält geheim, woher das Tropenholz für die Gartenmöbel stammt, die seit Mittwoch dieser Woche in den Filialen von ALDI Nord verkauft werden. Wie die Umweltorganisation Robin Wood berichtet, stamme Meranti-Holz, aus dem die Gartenmöbel laut ALDI-Prospekt bestehen, aus den Naturwäldern Südostasiens, in denen eine zerstörerische Forstwirtschaft vorherrsche. Aldi werbe damit, das Holz sei "aus staatlich kontrollierter Forstwirtschaft", habe das aber bis jetzt nicht belegt.

Proteste

Aldi verkauft Gartenmöbel aus Tropenholz

Vor einer Aldi-Filiale beim Anhalter Bahnhof in Berlin sind heute Robin Wood-Aktivisten aufgezogen. Sie protestieren gegen Gartenmöbel aus Tropenholz, die Aldi Nord seit heute früh in den Filialen anbietet. Vor dem Eingang haben die UmweltschützerInnen ein sechs Meter langes Transparent entrollt. Darauf steht in Anspielung auf die Eigenwerbung von Aldi: "Das Aldi-Prinzip: Profit ganz oben. Regenwald platt!" Robin Wood fordert, dass Aldi aus dem Geschäft mit Tropenholz aussteigt, sofern das Holz nicht nachweislich aus ökologisch und sozial akzeptabler Waldwirtschaft stammt und entsprechend zertifiziert ist.

Tierschutz bei Legehennen

ALDI Nord entscheidet sich gegen den Verkauf von Käfigeiern

Der Handelsriese Aldi-Nord plant spätestens zum Februar 2006 völlig auf den Verkauf von Eiern aus Käfighaltung zu verzichten. Diese Entscheidung betrifft sowohl Eier aus herkömmlichen Käfigen als auch Eier aus sogenannten ausgestalteten Käfigen. Deutlich vor dem gesetzlich festgelegten Ende der Käfighaltung am 1.1.2007 wird damit einer der größten deutschen Einzelhandels-Konzerne den kompletten Umstieg auf Eier aus alternativen Haltungssystemen abgeschlossen haben.

Verkauf unter Einstandspreis erlaubt

Einzelhandel begrüßt Urteil des BGH

Der deutsche Einzelhandel hat das Urteil des Bundesgerichtshofes zum Verkauf unter Einstandspreis begrüßt. Die Entscheidung im Fall von Wal Mart Deutschland "wird für den Einzelhandel endlich Rechtssicherheit bringen", erklärte der stellvertretende Hauptgeschäftsführer des Hauptverbandes des Deutschen Einzelhandels (HDE), Stefan Schneider, am Mittwoch in Berlin. In dem Rechtsstreit zwischen Bundeskartellamt und Wal Mart um den Verkauf bestimmter Produkte unter Einstandspreis hatte der Bundesgerichtshof am Vortag in zwei Fällen dem Kartellamt Recht gegeben und ein gegenteilig lautendes Urteil des Oberlandesgerichts Düsseldorf größtenteils aufgehoben.