arbeitsplatz

AEG-Werk Nürnberg

Bayern kritisiert Subventionierung von Arbeitsplatzverlagerungen mit EU-Geldern

Angesichts einer "Verlagerung von Arbeitsplätzen in die neuen EU-Mitgliedstaaten wie zum Beispiel zuletzt bei AEG von Nürnberg nach Polen" kritisierte die bayerische Staatsregierung am Dienstag "die Subventionierung reiner Arbeitsplatzverlagerungen mit EU-Geldern". Der Europäische Rat werde Ende März darüber entscheiden, wie EU-Strukturhilfen in Höhe von rund 310 Milliarden Euro in den kommenden Jahren in den EU-Mitgliedstaaten vergeben würden. "Bayern will verhindern, dass Firmen für reine Arbeitsplatzverlagerungen innerhalb der EU Geld aus Brüssel bekommen." Deshalb fordert die Staatsregierung eine Änderung der bisherigen Förder-Praxis und konkrete Änderungen der neuen EU-Strukturfonds-Verordnung.

Geregelte Arbeitszeiten

Vorerst kein Ärzte-Streik in kommunalen Krankenhäusern

Der für Anfang Februar geplante Ärztestreik in den kommunalen Krankenhäusern ist vorerst abgesagt. Die Vereinigung kommunaler Arbeitgeberverbände (VKA) hat doch noch Verhandlungen mit der Ärztegewerkschaft Marburger Bund aufgenommen, teilte die Ärztevereinigung am Donnerstag in Berlin mit. Der Vorsitzende des Marburger Bundes begrüßte die Entscheidung. Die Kommunen hätten die richtige Entscheidung gefällt im Sinne der Ärzte, die nicht länger bereit seien, miserable Arbeitsbedingungen, überlange Arbeitszeiten und zu geringe Vergütung zu ertragen, sagte Frank Ulrich Montgomery.

Regionalverkehr

Gewerkschaft TRANSNET startet Aktion gegen Arbeitsplatzabbau bis 2009

TRANSNET macht gegen die vorgesehene Kürzung der Regionalisierungs- mittel mobil. Nach Plänen der Großen Koalition in Berlin sollen diese Gelder bis 2009 um über 3,1 Milliarden Euro gekürzt werden. Den Ländern stünden dann noch 5,9 Milliarden Euro für die Bestellung von Nahverkehrsleistungen zur Verfügung. Die Gewerkschaft startet deshalb ihre Aktion "Zug um Zug". "Wir wollen damit verhindern, dass mit diesem Kahlschlag ganze Zugverbindungen und viele Arbeitsplätze gestrichen werden", sagte TRANSNET-Vorstandsmitglied Karl-Heinz Zimmermann. Bundesweit sollen bei den Fahrgästen und auf der Internetseite der Gewerkschaft Unterschriften gesammelt werden. In Planungen sei aber auch, bundesweit Betriebsversammlungen bzw. eine Vollversammlung von Betriebsräten an einem zentralen Ort durchzuführen.

Historischer Tiefstand

Immer weniger fehlen wegen Krankheit bei der Arbeit

Im vergangenen Jahr haben die Deutschen so selten wie noch nie wegen Krankheit bei der Arbeit gefehlt. Im Durchschnitt kamen die Beschäftigten auf 7,8 krankheitsbedingte Ausfalltage, wie der Bundesverband der Betriebskrankenkassen am Mittwoch in Berlin mitteilte. Der Rückgang habe der deutschen Wirtschaft im vergangenen Jahr rund eine Milliarde Euro eingespart, hieß es. Über die Zahl derer, die sich trotz Krankheit und Erholungsbedürftigkeit zur Arbeit geschleppt haben, wurden keine Angaben gemacht.

"Interessante Idee"

Arbeitgeberpräsident gegen bisherige gesetzliche Arbeitsplatzgarantie für Mütter

Arbeitgeberpräsident Dieter Hundt fordert eine Überprüfung der familienpolitischen Leistungen. "Bisher führt unsere großzügige Familienförderung mit 150 Milliarden Euro weder zu mehr Geburten noch zu einer vernünftigen Integration der Eltern in den Arbeitsmarkt. Hier müssen wir umsteuern," sagte Hundt dem in Düsseldorf erscheinenden "Handelsblatt" laut Vorabbericht. Vor allem die gesetzliche Arbeitsplatzgarantie von drei Jahren für Mütter gehe nach seiner Ansicht "an der betrieblichen Realität vorbei". Dagegen sei die Einführung eines einjährigen Elterngeldes eine interessante Idee, sagte Hundt.

Polen in Deutschland

Spätaussiedler haben mit viel Bürokratie zu kämpfen

Ein Jahr lag zwischen Anmeldung und Benachrichtigung, ob der polnische Student Marek B. Spätaussiedler werden konnte - oder nicht. Die Benachrichtigung war gut: Er durfte Deutscher werden, weil es in seiner Familie deutsche Vorfahren gab. "Deutscher wird man durchs Blut", sagt Marek. Das war 2003. In dem gleichen Jahr beendete er sein Studium in Opole - eine Stadt im Süden Polens. Er fuhr nach Deutschland, um ein zweites Mal in Berlin zu studieren. Es ist nicht üblich für polnische Studenten nach Deutschland zu gehen, sagt Marek. Das ist ein Image-Problem. Viele seiner Freunde halten Deutsche für schroff und steif. Die Polin Kasia D. bestätigt das. Sie ist seit 2003 in Berlin. Doch sie ist keine Spätaussiedlerin, sondern ein "EU-Immigrant mit Aufenthaltsgenehmingung bis 2005". Die meisten Polen in Deutschland sind Vertragsarbeiter oder wie Marek Spätaussiedler.

Stellenzahl verdoppeln

Bundesregierung soll Freiwilligenjahre mehr unterstützen

Die Träger des Freiwilligen Sozialen Jahres (FSJ) wollen die Zahl der Einsatzstellen innerhalb der nächsten beiden Jahre auf mindestens 30.000 verdoppeln. Das boten die im Bundesarbeitskreis FSJ zusammengeschlossenen bundeszentralen Trägerverbände des FSJ am Freitag in Berlin anlässlich der Jubiläumsveranstaltung zum 40. Jahrestag der Verabschiedung des Gesetzes zum FSJ an. Voraussetzung sei aber, dass die Bundesregierung stärker an der Finanzierung beteilige. Bisher beteiligt sich der Bund nur mit einem Zehntel an den Kosten. Die Hauptlast tragen die Anbieter und die Einsatzstellen.

Außertarifliche Mitarbeiter in chemischen Industrie

Mehrbelastungen am Arbeitsplatz verursacht Erkrankungen

Die Mehrbelastungen von außertariflichen Mitarbeitern an ihren Arbeitsplätzen in der chemischen Industrie gefährden mittlerweile die Gesundheit. Zu diesem Ergebnis kommt eine Befragung von Werksärzten großer Unternehmen der chemischen Industrie (VAA). Von allen befragten Werksärzte wird der Zusammenhang zwischen Mehrbelastungen am Arbeitsplatz sowie der Angst um den Arbeitsplatz und Erkrankungen bestätigt. Die Mediziner weisen darauf hin, dass die Klagen der Mitarbeiter über Beschwerden im Zusammenhang mit diesen Mehrbelastungen deutlich zugenommen haben. Durchschnittlich wird von einer Verdopplung in den letzten zwei Jahren ausgegangen.

Handwerklich miserabel

BEE zur Arbeitsplatzstudie des bremer energie instutes

Als "handwerklich miserabel und in sich widersprüchlich" weist der Bundesverband Erneuerbare Energie (BEE) das Arbeitsplatzgutachten des bremer energie institutes zurück. Das Institut behauptet, die Förderung Erneuerbarer Energien gefährde mehr Arbeitsplätze als durch sie geschaffen werden. Der Windverband hatte in der vergangenen Woche aktuelle Zahlen veröffentlicht. Demnach sind gegenwärtig 45.400 Menschen in Deutschland im Bereich der Windkraft beschäftigt. "In der gesamten Branche der Erneuerbaren Energien sind es über 130.000 Jobs", erläutert Nitzschke.

Gefährlicher Arbeitsplatz

Passiv-Rauchen führt zu Herzkrankheiten

Sogar geringfügiges Passiv-Rauchen führt nach Angaben griechischer Forscher zu einem bis zu 15 Prozent höherem Risiko eine Herzkrankheit zu bekommen. Nach Angaben von BBC-Online wurden bei der griechischen Studie insgesamt 1.900 Menschen über 30 Jahre lang untersucht. Die Forscher warnen vor allem davor, dass ein großer Teil der Bevölkerung Zigarettenrauch am Arbeitsplatz ausgesetzt werde. Nach Schätzungen der British Heart Foundation seien das allein in Großbritannien etwa drei Millionen Menschen.

Gesundheitsschutz

Gifte am Arbeitsplatz gefährten Millionen

In der EU sind ein Fünftel der Beschäftigten, das sind 32 Millionen Menschen, sind krebserzeugenden Substanzen ausgesetzt. So zitiert die Europäische Agentur für Sicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz (OSHA) neueste Forschungsergebnisse. 22 Prozent der Arbeitnehmer atmeten zumindest während eines Viertels ihrer Arbeitszeit Rauch und Dämpfe ein und zwei Drittel der 30.000 gängigsten Chemikalien in der EU würden keinen vollständigen und systematischen toxikologischen Tests unterzogen. Die Agentur hat nun im EU-Parlament die erste gesamteuropäische Kampagne zur Minimierung der von Chemikalien, biologischen Stoffen und sonstigen bei der Arbeit verwendeten gefährlichen Substanzen ausgehenden Risiken eingeleitet. Ziel sei es, das Risiko beim Umgang mit Gefahrenstoffen bei der Arbeit zu minimieren.

Arbeit

Mehr Stress und Angst am Arbeitsplatz

Immer mehr Erwerbstätige in Deutschland leiden unter Stress und Angst am Arbeitsplatz. Zu diesem Ergebnis kommt eine gemeinsame Umfrage der Deutschen Angestellten Krankenkasse (DAK) und der Frauenzeitschrift "Woman" zu Angst auslösenden Faktoren am Arbeitsplatz. Von den über 1000 befragten Erwerbstätigen gab jeder fünfte an, die gesundheitlichen Belastungen durch Stress und Angst seien in den vergangenen drei Jahren "deutlich stärker" geworden. Von einer "etwas stärkeren Belastung" gingen weitere 30 Prozent der Befragten aus.

Arbeitsplatzabbau

Handwerk befürchtet weiteren Umsatzrückgang und Entlassungen

Das deutsche Handwerk kommt auch 2003 nicht aus der konjunkturellen Talsohle. Der Zentralverband des Deutsche Handwerks (ZDH) befürchte im laufenden Jahr einen Umsatzrückgang um "mindestens ein Prozent" und den Verlust von 100 000 weiteren Stellen, falls es nicht schnell zu einer deutlichen Verbesserung des wirtschaftlichen Umfeldes komme, sagte ZDH-Präsident Dieter Philipp am Dienstag in Berlin. Um auf die schwierige Lage im Handwerk aufmerksam zu machen, sollten in neun deutschen Großstädten vom 24. Januar bis 10. Februar Kundgebungen, Protestmärsche und Aktionstage des Handwerks stattfinden, für den 10. Februar sei eine zentrale Kundgebung in Berlin geplant.

Arbeitsbedingungen gefährden Hörvermögen

Gefährlicher Arbeitsplatz

Bei der Untersuchung von 5.000 Arbeiter in 40 schwedischen Unternehmen ist das Karolinska Institut zur Feststellung gekommen, dass der moderne Arbeitsplatz eine Gesundheitsfalle ist. Einige der Arbeitsplätze sind sogar so gefährlich, dass schwere Unfälle vorprogrammiert sind, berichtet BBC-online. Eine andere Studie der University of Southampton an britischen Arbeitsplätzen ist zu ähnlich erschreckenden Ergebnissen gekommen. Die Forscher haben in diesem Zusammenhang gefordert, dass es bessere arbeitsrechtliche Absicherungen geben müsse. Bei der britischen Studie zählt die Geräuschbelastung am Arbeitsplatz zu den am häufigsten aufgezeigten Problemen. Die Untersuchung des Karolinska Instituts warnt auch vor den Gefahren des Sekundenschlafs während der Arbeit. "Sieben Prozent der Arbeiter schlafen nach eigenen Angaben mehrmals im Monat am Arbeitsplatz ein. Besonders betroffen davon sind junge Schichtarbeiter und ältere Büroangestellte", so Torbjorn Akerstedt.

Schlaf

Schlafstörungen: Wissenschaftler empfiehlt Nickerchen am Arbeitsplatz

Millionen von Bundesbürgern wälzen sich nachts schlaflos im Bett. Die Gedanken drehen sich im Kreis. Die Stunden vergehen und der Wecker rückt unerbittlich vorwärts. Mittags dagegen sacken viele am Arbeitsplatz in ein bleiernes Leistungstief und können sich kaum wach halten. Die wirtschaftlichen Auswirkungen von Schlafmangel sind nicht abzuschätzen. Eines jedoch scheint sicher: Der Schlaf ist ein Erfolgsfaktor - vor allem im Beruf. Anlässlich des "Tags des Schlafes" am 21. Juni fordern führende Schlafforscher wie Professor Jürgen Zulley aus Regensburg, diesem Thema mehr Bedeutung beizumessen.

Keine Konjunkturbelebung

Weiterer Arbeitsplatzabbau im Handwerk

Das deutsche Handwerk leidet weiter unter der schwachen Konjunktur und rechnet mit einem stärkeren Arbeitsplatzabbau als erwartet. Der Abschwung habe sich im ersten Quartal "auf breiter Front verstärkt", heißt es in dem am Donnerstag in Berlin veröffentlichten Konjunkturbericht des Zentralverbands des Deutschen Handwerks (ZDH). Sowohl in West- als auch in Ostdeutschland seien die Geschäftslagebeurteilungen der Betriebe in einem ersten Quartal auf den tiefsten Stand seit Aufnahme der bundesweiten Konjunkturberichterstattung im Jahr 1992 gefallen.

Nachhaltiger Tourismus

Deutscher Naturschutzring fand grosse Arbeitsplatzpotentiale

Bei der Übergabe des Schlussberichtes „Entwicklung ländlicher Räume und nachhaltiger Tourismus“ an das Bundeskanzleramt verlangte in Bonn der Deutsche Naturschutzring (DNR) neue Initiative zur Förderung des Deutschlandtourismus. DNR-Generalsekretär Helmut Röscheisen, betonte: „mit dem Bundeskanzler Schröder vorliegenden Konzept lassen sich neue Arbeitsplätze in nennenswerter Zahl beim Inlandtourismus schaffen und gleichzeitig Umweltbelastungen reduzieren. Das Bundeskanzleramt ist jetzt am Zuge und muss für die Umsetzung der Empfehlungen des Berichts sorgen.“

Energiepolitik

BUND kritisiert Energiebericht des Wirtschaftsministers

Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) hat den Dienstag veröffentlichten Energiebericht von Bundeswirtschaftsminister Werner Müller scharf kritisiert. Er argumentiere auf dem Niveau von vorgestern, erteile der Atomenergie klimapolitische Absolution, vernachlässige die vielfältigen Energiesparmöglichkeiten und ignoriere die Chancen des Umbaus im Energiesektor.

Umfrage

Fast jeder achte Deutsche fürchtet um seinen Arbeitsplatz

Fast jeder achte Deutsche fürchtet einer Umfrage zufolge um seinen Arbeitsplatz. Eine von der "Financial Times Deutschland" veröffentlichte repräsentative Studie des Meinungsforschungsinstitutes Forsa ergab, dass zwölf Prozent der erwerbstätigen Deutschen Angst vor dem Verlust ihres Jobs haben.

Weltnichtrauchertag

Bundestagsinitiative für rauchfreien Arbeitsplatz

Zigarettenqualm soll aus deutschen Büros möglichst ganz verschwinden. Eine fraktionsübergreifende Initiative des Bundestages sieht vor, die Rechtssicherheit von Nichtrauchern am Arbeitsplatz zu stärken. Die Vorlage, die von 200 Abgeordneten unterschrieben wurde, wird am nächsten Donnerstag, dem Weltnichtrauchertag, im Parlament beraten. Initiator Werner Lensing (CDU) hofft auf einen Erfolg. Die Initiative habe in allen Bundestagsausschüssen eine Mehrheit gefunden, sagte er am Wochenende in Berlin. Der Verband der Cigarettenindustrie (VdC) hält einen gesetzlich verankerten Schutz vor blauem Dunst am Arbeitsplatz hingegen für "überflüssig".