atomunfall

Sofort AKW: Cattenom Abschalten!

Cattenom Abschalten! - Wieder Verletzte im Atomkraftwerk

Zwei Arbeiter wurden in dieser Woche im Atomkraftwerk Cattenom verstrahlt. Dazu erklärt die Landesvorsitzende und Listenkandidatin der LINKEN Rheinland-Pfalz, Elke Theisinger-Hinkel :

Vor 33 Jahren in Bohunice

Kernschmelz-Unfall in Tschechoslowakei

Heute vor 33 Jahren ereignete sich im tschechoslowakischen Atomkraftwerksblock Jaslowske Bohunice A1 ein Kernschmelz-Unfall. Nach Angaben der atomkritischen Ärzteorganisation IPPNW schmolzen bei dem Unfall am 22. Februar 1977 mehrere Brennelemente, weil Verpackungs- und Feuchtigkeitsabsorptionsmaterial von einem Brennelement nicht entfernt worden war und dann den Kühlkanal verstopfte. Die Reaktorhalle wurde radioaktiv kontaminiert und es kam zur Freisetzung von Radioaktivität in die Atmosphäre wie auch in Oberflächengewässer. Noch heute, 33 Jahre nach dem Unfall, befinden sich Teile der hochradioaktiven Kernschmelze in der Anlage. Zuverlässige offizielle Informationen über die Folgen des Atomunfalls wurden bis heute nicht öffentlich zugänglich gemacht.

Seen und Flüsse nach Atomunfall gesperrt

Französische Atomfabrik setzte radioaktives Uran in die Umwelt frei

Aus der südfranzösischen Atomfabrik Tricastin ist radioaktives Uran in die Umwelt freigesetzt worden. Die Uranlösung ist offiziellen Angaben zufolge aus der Anlage ausgelaufen und offenbar über Regenwasser in öffentliche Gewässer gelangt. Die radioaktive Flüssigkeit verseuchte mehrere Flüsse und Seen in der Region. Die Behörden verboten die Entnahme von Wasser. Auch wurden die Gewässer für Angler, Badende und Sportler gesperrt. Die Umweltschutzbewegung Sortir du Nucléaire warnte: Wer verseuchtes Wasser trinke, habe die Partikel im Körper. Auch bei geringer Strahlung entstehe dann erhebliche Krebsgefahr. Auch die atomkritische Ärzteorganisation IPPNW geht davon aus, dass die uranhaltige Flüssigkeit leicht "bioverfügbar" ist. Der Alphastrahler Uran werde im menschlichen Körper unter anderem in der Niere und in der Leber eingelagert. Die französischen Behörden spielen den Vorfall herunter.

Elbmarschleukämien

Atom-Kritiker vermuten Atomunfall 1986 in Deutschland

Die Bürgerinitiative gegen Leukämie in der Elbmarsch und die Internationalen Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges (IPPNW) vermuten, dass es am 12. September 1986 in der Nähe von Hamburg einen Atomunfall gab. Seit Ende der 1980er Jahre erkrankten in der Elbmarsch bei Hamburg "statistisch gesehen mehr Kinder an Leukämie als irgendwo sonst auf der Welt". Von offizieller Seite gebe es dazu keine Erklärung. Am Nordufer der Elbe stünden in Sichtweite das Atomkraftwerk Krümmel und das Kernforschungszentrum GKSS. Eine "Kette von Indizien" weise auf ein radioaktives Ereignis am 12. September 1986 hin.

Die Wolke

"Bei Atomunfall in Isar würde München zur Todesfalle"

Nach Auffassung der Umweltschutzorganisation Greenpeace könnte sich München "in eine Todesfalle verwandeln", wenn es in den Atomkraftwerken Isar oder Gundremmingen zu einem schweren Unfall käme. Greenpeace verweist auf den die Premiere des Kinofilms "Die Wolke". Der Film, der am 16. März bundesweit startet, handelt von einem fiktiven Atomunfall in einem Atomkraftwerk in Deutschland. Atomkraftwerke weiterlaufen zu lassen hält die Organisation für unverantwortlich. In einem dichtbesiedelten Land wie Deutschland hätte ein schwerer Atomunfall wie der vor 20 Jahren im ukrainischen Tschernobyl verheerende Auswirkungen.

Nach Unfall in Mihama

Schutz der Beschäftigten und der Allgemeinheit nicht gewährleistet

Anlässlich des Unfalls in dem japanischen Atomkraftwerk Mihama fordert die atomkritische Ärzteorganisation IPPNW, die deutschen Atomkraftwerke sofort vom Netz zu nehmen, weil der vom Atomgesetz geforderte Schutz der Beschäftigten nicht gewährleistet sei. In dem japanischen Druckwasserreaktor war am Montag eine Leitung des Sekundärsystems geplatzt, woraufhin Dampf in die Turbinenhalle ausströmte und mindestens fünf Arbeiter starben. Der Unfall in Japan zeige erneut, dass es zum Platzen von Rohrleitungen kommen kann. "Derartige Lecks von Rohrleitungen darf es nach der Theorie von Gutachtern, Atomkraftwerksbetreibern und Behörden eigentlich gar nicht geben", erklärte die IPPNW.

25 Jahre Atomunfall in Harrisburg

IPPNW: "Harrisburg" in deutschen Atomkraftwerken könnte schlimmere Folgen haben

Nach Einschätzung der atomkritischen Ärzteorganisation IPPNW könnte ein Unfall ähnlich dem in Harrisburg in einem deutschen Atomkraftwerk zur Katastrophe führen. Vor 25 Jahren ereignete sich in Block 2 des Atomkraftwerks Harrisburg (Three Miles Island) im US-Bundesstaat Pennsylvania der schwerste Atomunfall des Westens. Aufgrund des Kühlwasserverlustes schmolz am 28. März 1979 die Hälfte des Reaktorkerns. Zudem wurde die Atomindustrie von einem sehr gefährlichen, zuvor unbekannten Phänomen unvorbereitet überrascht: es kam zu einer schweren Wasserstoffexplosion. Ein defektes Ventil, eine unzureichende Leittechnik und grob fehlerhafte "Handmaßnahmen" des Bedienungspersonals führten zu der Kernschmelze und der Wasserstoffexplosion.

Verseuchte Erde aus Fässern ausgetreten

Unfall in ehemaliger Atomfabrik Hanau

Bei einem Unfall auf dem Gelände des ehemaligen Brennelementewerks von Nukem in Hanau ist nach Angaben des hessischen Umweltministeriums aus vier Fässern leicht strahlende Erde ausgetreten. Der Bereich sei sofort abgesperrt und das Bodenmaterial, abgeschirmt in einem provisorischen Zelt, in die Fässer zurück verfüllt worden, teilte das Ministerium am Freitag in Wiesbaden mit. Proben der Raumluft im Zelt hätten keine erhöhten Strahlungswerte ergeben.

Castortransporte

Atomtransporte nach Würenlingen erinnern an Schweizer Reaktorkatatastrophe

Nahezu unbemerkt von der deutschen Öffentlichkeit am Hochrhein haben in den vergangenen Wochen 6 große Transporte mit Atommüll das grenznahe atomare Zwischenlager in Würenlingen (CH) erreicht, berichten Axel Mayer und Uli Faigle vom BUND (Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland). Diese Transporte kamen aus Lucens und erinnern an eines der düstersten Kapitel in der Schweizer Atom- und Umweltgeschichte, an die Kernschmelze und den Atomunfall im Versuchsreaktor (AKW) am 21. Januar 1969.

Atomanlage Geesthacht

Entwarnung des Bremer Institutsleiters wissenschaftlich unseriös

Am Dienstagabend werden in Geesthacht im Beisein von Umweltminister Klaus Müller die Ergebnisse der Leukämiestudie des Bremer Instituts für Sozialmedizin und Prävention (BIPS) der Bevölkerung vorgestellt. Die Studie könne bedingt durch ihre Konzeption keine Aussage zu Ursachen der kleinräumigen, anhaltenden Leukämieerkrankungsserie bei Kindern im Nahbereich der Geesthachter Atomanlagen treffen, so Dr. Sebastian Pflugbeil, Präsident der Gesellschaft für Strahlenschutz. Gleichwohl wird Institutsleiter Prof. Greiser in einer Pressemitteilung des BIPS vom 9. April 2003 zitiert, die Studie habe ergeben, dass "das Kernkraftwerk als Verursacher der Leukämie-Häufung in der Elbmarsch ausscheide".

Atomanlagen Geesthacht

Norddeutsche Leukämiestudie widerlegt nicht den Verdacht des Atomunfalls

Am Dienstag diskutierte ein Experten-Workshop in Kiel die Ergebnisse einer epidemiologischen Studie, die Anfang der neunziger Jahre von den Landesregierungen Niedersachsen und Schleswig-Holstein in Auftrag gegeben wurde. Mit dieser Untersuchung sollten auslösende Faktoren der extremen Leukämiehäufung im Nahbereich der Geesthachter Atomanlagen (Kernkraftwerk Krümmel und nukleare Forschungseinrichtung GKSS) untersucht werden. IPPNW fordert die Landesregierungen auf, endlich konsequent die Ursachen aufzuklären und die Bevölkerung wahrheitsgetreu zu informieren. Durch Umweltmessungen ist zu klären, wo Maßnahmen zur Dekontamination erforderlich sind, um die Gesundheit der Anwohner wirksam zu schützen. Die jetzt von den Landesregierungen vorgelegte epidemiologische Studie sei jedenfalls nicht geeignet, die Leukämieauslösung durch einen Atomunfall im September 1986 zu widerlegen.

Kinderleukämie in der Elbmarsch

IPPNW und Leukämiekomission: Vertuschter Nuklearunfall wahrscheinliche Ursache

Die bei den Geesthachter Atomanlagen südöstlich von Hamburg seit 1990 aufgetretene extreme Häufung kindlicher Blutkrebsfälle steht nach Auffassung der Leukämiekomissionen von Niedersachsen und Schleswig-Holstein in direktem Zusammenhang zu einer ungenehmigten Freisetzung künstlicher Radioaktivität im September 1986. In einer Beratung auf Einladung der IPPNW am Montag in der Elbmarsch legten Wissenschaftler Daten aus amtlichen Messungen vor, die belegen, dass am 12. September 1986 eine außergewöhnlich hohe Strahlung freigesetzt wurde. In der Folge fanden sich millimetergroße Kernbrennstoffkügelchen im Boden, die Plutonium enthalten.

Wissenschaftler

Neue Hinweise auf vertuschten Atomunfall bei Hamburg

Wissenschaftler haben neue Hinweise auf einen vertuschten Atomunfall in den Geesthachter Atomanlagen bei Hamburg gefunden. Es gebe eine "dichte Indizienkette, dass da etwas schiefgelaufen ist", sagte am Donnerstag Heinz-Werner Gabriel von der Arbeitsgemeinschaft Physikalische Analytik und Messtechnik (ARGE PhAM), Weinheim, in Hamburg. Eine Studie habe das Vorkommen von sogenannten PAC-Kernbrennstoff-Kügelchen im Nahbereich der Geesthachter Atomanlagen (Elbmarsch- und Elbgeest) erneut bestätigt.