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Prognose

2050 könnten zwei Milliarden Autos das globale Klima aufheizen

Auf dem internationalen "Zukunftspodium Automobil" in Luzern diskutierten am Mittwoch Experten die Zusammenhänge von Klimawandel, Ölreserven sowie notwendige neue Denkansätze zur Mobilität in Industrie und Gesellschaft. Nach Prognosen von British Petroleum werde der weltweite Fahrzeugbestand von heute rund 800 Millionen Autos bis zum Jahr 2050 auf rund 2 Milliarden Fahrzeuge steigen. Noch vor gut 40 Jahren betrug der globale Fahrzeugbestand erst 60 Millionen Autos. Zugleich werde die weltweite Energienachfrage bis zum Jahr 2030 um 60 Prozent zunehmen. Nach wie vor werde Erdöl dabei den größten Teil des globalen Energiebedarfs decken.

Übergangszeit

Bundesverkehrsministerium verlangt Licht beim Autofahren am Tage

Das Bundesverkehrsministerium fordert alle Autofahrer ab dem 1. Oktober auf, auch am Tage das Abblendlicht einzuschalten. Wie bereits in den Nachbarländern Frankreich und Österreich erprobt, solle auch in Deutschland für eine Übergangszeit eine freiwillige Regelung gelten. Danach folge eine verpflichtende Einführung. Das teilte Bundesverkehrsminister Manfred Stolpe am Freitag in Berlin mit.

Spar-Auto

Mit acht Litern Benzin einmal um die Erde fahren

5134 Kilometer Fahrt mit nur einem Liter Benzin: Diesen neuen Weltrekord im Treibstoffverbrauch hat ein Fahrzeug der Technischen Hochschule Zürich aufgestellt. "PAC-Car" nennt sich das Fahrzeug, das von einer Wasserstoff-betriebenen Brennstoffzelle angetrieben wird.

umweltfreundliche Reiselust

Urlaub ohne Auto im Naturpark Thüringer Schiefergebirge

Der Verkehrsclub Deutschland e.V. (VCD) wirbt mit einem neuen Faltblatt für Urlaub ohne Auto im Naturpark Thüringer Schiefergebirge. Darin finden sich aktuelle Pauschalangebote, Informationen zur Anreise ohne Auto und der Hinweis auf ein zusätzliches Angebot der Deutschen Bahn AG: Ab kommenden Samstag verkehrt mit dem Schiefergebirgs-Express ein durchgehender Zug von Leipzig über Gera direkt bis ins Schiefergebirge nach Blankenstein.

Briefe an den Autor

Neue Quellen zum Werk Jean Pauls

Aus dem Nachlass des Schriftstellers Jean Paul (1763-1825) hat die Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften die Briefe an den Autor als Buch herausgegeben. Diese Seite des brieflichen Gesprächs mit Jean Paul war bisher zum größten Teil unbekannt, teilte die Akademie am Mittwoch mit. Die "Briefe an Jean Paul 1794-1797" umfassen den Abschnitt im Leben des Dichters, in dem er in kurzer Zeit zu einem der berühmtesten Schriftsteller Deutschlands aufstieg. In knapp vier Jahren entstand eine Reihe neuer Werke, zu denen "Hesperus" (1795), das "Leben des Quintus Fixlein" (1796) und der "Siebenkäs" (1796/97) zählen. Herausgegeben ist der Band von Dorothea Böck und Jörg Paulus.

Dieselruß

Steuervorteile für saubere Diesel erst ab 2006

Der Verkehrsclub Deutschland e.V. (VCD) begrüßt im Grundsatz die am Mittwoch bekannt gewordene Entscheidung für die steuerliche Förderung des Partikelfilters bei Diesel-Pkw. "Damit ist die Blockade einiger Autohersteller und des Finanzministers endgültig zusammengebrochen", kommentiert Gerd Lottsiepen, verkehrspolitischer Sprecher des Verkehrsclubs. Die Fördersumme von 350 Euro für Diesel-Neufahrzeuge falle deutlich geringer aus als zunächst von der Regierung in Aussicht gestellt. Sie entspreche jedoch – zumindest bei kleinen Fahrzeugen in der Massenproduktion - etwa den entstehenden Mehrkosten. Bei der Nachrüstung von Altfahrzeugen mit anspruchsvoller Filtertechnik sei der vorgesehene Betrag von 250 Euro jedoch viel zu gering angesetzt. "Hier muss nachgebessert werden", fordert Lottsiepen.

Prozess mit Freispruch

Günther Kaufmanns Autobiografie

Der Diana Verlag bringt im Februar die Autobiografie von Günther Kaufmann auf den Markt. In "Der weiße Neger vom Hasenbergl" erzähle Kaufmann erstmals seine ganze Lebensgeschichte, teilte der zur Random House Gruppe gehörende Verlag am Mittwoch in München mit. Der 1947 im Münchner Norden geborene Schauspieler erinnere sich darin unter anderem an seine Kindheit im Nachkriegsdeutschland, in der er als Außenseiter stets um Anerkennung gekämpft habe, an die Arbeit mit Rainer Werner Fassbinder und an seine Liebesbeziehungen.

TÜV Tip

Saubere Autofahrer können bis zu 250 Euro Steuern sparen

Seit Januar gelten zum Teil erheblich gestiegenen Steuersätze für Fahrzeuge der Abgasnorm Euro 1 und Fahrzeuge älterer Abgasnormen mit geregeltem Katalysator. Das sind nahezu alle Autos über sieben Jahre; etwa ein Drittel aller Fahrzeuge bundesweit. Bis zu 250 Euro Mehrkosten pro Jahr kommen auf betroffene Autofahrer zu.

Geld sparen, Klima schützen

Beim Autokauf sind Verbrauchs-Infos jetzt Pflicht

Seit Montag können sich Verbraucher vor einem Neuwagenkauf direkt am Verkaufsort umfassend über den Kraftstoffverbrauch und die CO2-Emissionen des Pkws ihrer Wahl informieren. Mit dem Inkrafttreten der Energieverbrauchs-Kennzeichnungspflicht für Pkws müssen Neuwagen in den Verkaufsräumen der Autohäuser deutlich mit einem Kennzeichen versehen werden, das Auskunft über Spritverbrauch und CO2-Emissionen gibt. Zusätzlich muss in allen Autohäusern der so genannte "Leitfaden zu Kraftstoffverbrauch und CO2-Emissionen" ausliegen, der alle Kraftstoffverbrauchs- und Emissionswerte von Pkw-Neufahrzeugen auflistet, die in Deutschland zum Verkauf angeboten werden. Der Verkehrsclub Deutschland (VCD) kritisierte das Kennzeichen als "denkbar schlechte Lösung". Es handle sich nur um "ein unverständliches Blatt mit nackten Zahlen". Statt dessen sei ein vergleichendes Label nötig, wie es sich bei Kühlschränken und Waschmaschinen seit Jahren bewährt habe.

Reaktionszeit

Musik im Auto lenkt Fahranfänger ab

Musik beim Autofahren wirkt sich gerade bei Fahranfängern auf Reaktionsfähigkeit und Fahrweise aus. So könne Musik im Auto kann die Reaktionszeit verbessern, aber auch ablenken, berichtet die Zeitschrift "Fahrschule" unter Berufung auf eine Studie der Universität Dortmund. Danach kann Musik den Grad der Aufmerksamkeit erhöhen - allerdings nur in übersichtlichen, routinemäßigen Verkehrssituationen. Außerdem dürfe die Musik nicht zu schnell, zu langsam oder zu laut sein - und sie müsse den Geschmack des Fahrers treffen. Auf monotonen Fahrstrecken könne Musik dann sogar für eine schnellere Reaktionszeit sorgen. In schwierigen Verkehrssituationen dagegen habe Musik langsamere Reaktionen und Fahrfehler zur Folge, da sie einen großen Teil der Aufmerksamkeit auf sich ziehe.

Fahrverbote für Diesel ohne Filter ab 1. Januar

Städte müssen mit Klagen wegen zu dreckiger Luft rechnen

Deutschlands Großstädte müssen ab dem 1. Januar mit Klagen wegen zu schlechter Luft rechnen. Die Allianz "Kein Diesel ohne Filter" kündigte am Dienstag an, gerichtlich gegen alle Kommunen vorzugehen, die keinen Luftreinhalteplan vorlegen, obwohl die Schadstoffmenge in der Luft die zulässigen Grenzwerte überschreitet. Die dreijährige Übergangsfrist sei dann vorüber, die Kommunen jetzt verpflichtet, notfalls mit Fahrverboten für Diesel-Fahrzeuge ohne Rußfilter die Belastung mit gefährlichen Feinstäuben zu verringern. An die Bundesregierung appellierte das Bündnis, sofort eine Steuerermäßigung für Autos mit Diesel-Filter zu beschließen. Der Grenzwert dafür müsse bei 2,5 Milligramm Partikel pro Kilometer liegen, weil alle bereits auf dem Markt verfügbaren Techniken diesen Wert erreichten. Verbraucher sollten keinesfalls mehr Fahrzeuge ohne Rußfilter kaufen, denn sie müssten ab nächstem Jahr mit Fahrverboten rechnen. Zudem, so eine "Schwacke"-Untersuchung, verlören Diesel ohne Filter unverhältnismäßig stark an Wert.

Bahn sogar ohne Sonderpreise günstig

Bahn und Flugzeug im innerdeutschen Verkehr billiger als Auto

Auch nach den jüngsten Preiserhöhungen sind Bahn und Flugzeug im innerdeutschen Flugverkehr noch immer billiger als das eigene Auto. Nach einem vorab veröffentlichten Bericht der in Berlin erscheinenden Verbraucherzeitschrift "Guter Rat" kostet beispielsweise die 1120 Kilometer lange Fahrt von Berlin nach Düsseldorf und zurück mit der Bahn zwischen 82 und 164 Euro. Die Lufthansa verlangt für die gleiche Strecke 105 bis 218 Euro. Für die Fahrt mit einem 1,6 Liter VW-Golf werden nach Angaben des Blattes schon rund 110 Euro Benzinkosten fällig. Verschleiß, Versicherung und andere laufenden Kosten eingerechnet, summiere sich der Fahrpreis mit dem Auto bei 36,4 Cent pro Kilometer auf insgesamt 408 Euro.

Europäische Woche der Mobilität

Aktionswoche will zum Verzicht aufs Auto motivieren

Zum dritten Mal findet seit Donnerstag die "Europäische Woche der Mobilität" statt. Das europaweite Projekt will bis zum Mittwoch dazu motivieren, auf umweltfreundliche Verkehrsmittel wie Fahrrad und Bahn umzusteigen. Mittlerweile lebten 80 Prozent der Europäer in Städten. Damit seien Maßnahmen zur Luftreinhaltung "dringend erforderlich". Höhepunkt wird der 22. September sein, an dem in ganz auf das Auto verzichtet werden soll und ausgewählte Straßen und Plätze auto-, lärm-, und abgasfrei bleiben.

Keine leichten Nutzfahrzeuge mehr

Umweltminister wollen höhere Steuern für Luxus-Geländewagen

Besitzer von Luxus-Geländewagen müssen künftig höhere Steuern für ihre Autos entrichten. Darauf verständigten sich die Umweltminister von Bund und Ländern auf ihrer Frühjahrskonferenz am Freitag in Bad Wildungen. Außerdem forderten die Minister schärfere Lärmgrenzwerte für Motorräder und sprachen sich dafür aus, den Einbau von Rußpartikelfiltern in Diesel-Autos mit einer Senkung der Kraftfahrzeugsteuer zu fördern.

Straßenbau

Alleebäume stehen Autos im Weg

Trotz breiter Proteste plant Verkehrsminister Stolpe weiterhin, Empfehlungen an die Straßenbaubehörden herauszugeben, die das schleichende Ende der deutschen Alleen besiegeln würden. Das kritisiert die Umweltorganisation ROBIN WOOD. "Empfehlungen zum Schutz vor Unfällen mit Aufprall auf Bäume" (ESAB) heißt das strittige Papier. Ausgearbeitet hat es die Forschungsgesellschaft für Straßen- und Verkehrswesen aus Köln im Auftrag des Bundesverkehrsministeriums. Das dort zuständige Gremium sei jedoch ausschließlich mit Ingenieuren aus dem Verkehrs- und dem Versicherungsbereich besetzt, so die Kritik.

Umweltbewusst Autofahren

Deutsche Autofahrer könnten sofort zehn Milliarden Euro sparen

Wirtschaftswissenschaftler der Universität Hohenheim errechnen das Einsparpotenzial einer neuen Fahrkultur. Werner F. Schulz vom Fachgebiet Umweltmanagement der Universität Hohenheim und seine Mitarbeiter Bettina Klotz und Christoph Nun haben das Mobilitätsverhalten deutscher PKW- und LKW-Fahrer unter die Lupe genommen und das jährliche Einsparpotenzial einer so genannten ökoeffizienten Fahrweise anhand der Daten für das Jahr 2002 errechnet. Ergebnis: Bundesweit könnten jährlich rund 10 Milliarden Liter Kraftstoff - über 8 Milliarden bei PKW und knapp 2 Milliarden bei LKW - sofort eingespart werden.

Auto-Verkehr

Ausstiegshilfe für "anonyme Autoholiker" erschienen

Der Verein "autofrei leben! e.V." möchte Autofahrer aus ihren Blechkäfigen rausholen. Ein Leben nach dem Auto ist möglich - eine neue Broschüre erklärt wie. Die Mitglieder von "autofrei leben! e.V.", sind mit dem Vereinsbeitritt eine Selbstverpflichtung zur Mobilität ohne Auto eingegangen. Viele sind früher selbst "Outo" gefahren, haben dann aber den Ausstieg geschafft - manche mit, andere ohne schmerzliche Entzugserscheinungen. Deshalb haben sie auch eine Menge Tipps auf Lager für die Übergangsphase und den Alltag danach.

Abgaskennzeichnung

Verbraucherverband erzielt Teilerfolg bei Autowerbung

Im Streit mit BMW, Mercedes und VW wegen irreführender Abgaskennzeichnungen der Diesel-Modelle X5, ML und Touareg hat der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) nach eigenen Angaben Teilerfolge erzielt. BMW habe nach der mündlichen Verhandlung auf dringendes Anraten des Landgerichts München erklärt, das beanstandete X5-Modell nicht weiter vergleichend zu anderen PKW mit einem "niedrigen Schadstoffausstoß" zu bewerben. Mercedes verzichte bei der Werbung für ein Modell der M-Klasse auf eine irreführende Abgastabelle mit zu niedrigen Abgaswerten. Zudem hätten BMW und Mercedes ungeachtet der noch ausstehenden Urteile in der Werbung die beanstandeten Angaben zur Abgasnorm verbraucherfreundlicher nachgebessert.

Ziel verfehlt

Autos und Flugverkehr Hauptverursacher der Treibhausgase

Autos und Flugverkehr sind an der Treibhausgas-Misere in der EU schuld. Zu diesem Schluss kommt ein Bericht der European Environment Agency. Im Zeitraum von 1990 bis 2010 würden die Emissionen von Treibhausgasen um 34 Prozent ansteigen. Damit wird das Kyoto-Ziel in der EU nicht erreicht werden, so die European Environment Agency. Pessimistisch beurteilt die European Environment Agency auch die Entwicklung in Deutschland, dem Land in der EU, das 25 Prozent aller Treibhausgase emittiert. Die Reduktion von Treibhausgasen werde dort geringer ausfallen als bisher angenommen. Das gesamte EU-Ergebnis werde 2010 um nur 0,5 Prozent unter den Werten von 1990 liegen. Als Grund für das weite Auseinanderklaffen der tatsächlichen Emissionen von den geplanten Werten gibt die Agentur die rasante Zunahme des Straßenverkehrs an. Nicht in den Berechnungen enthalten seien auch die steigenden Zahlen im Flugverkehr.

Autoverkehr

Dieselfilter für PKW ab 2005 steuerlich gefördert, auch als Nachrüstung

Eine positive Zwischenbilanz zieht die Initiative "Kein Diesel ohne Filter" exakt ein Jahr nach ihrer Gründung. Mit der Entscheidung der Landesumweltminister sowie von Bundesumweltminister Jürgen Trittin am Freitag für eine schnelle steuerliche Förderung ab 2005 gerate die bundesdeutsche Automobilindustrie massiv unter Druck, ihre Verweigerungshaltung gegen die generelle Einführung des Partikelfilters bei Dieselmotoren aufzugeben, die derzeit für ca. 14.000 Todesfälle pro Jahr verantwortlich ist.