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Abschluss der "Europäischen Woche der Mobilität"

In die Stadt - ohne mein Auto! - Mehr als 1.300 Städte machten mit

Der Aktionstag "In die Stadt - ohne mein Auto" bildete am Sonntag den Höhepunkt und Abschluss der "Europäischen Woche der Mobilität". Rund 1.300 Städte aus 34 Ländern beteiligten sich in diesem Jahr an den Aktionen zwischen dem 16. und 22. September. In Deutschland sind 100 Städte mit dabei. Von Aachen bis Zirndorf steht alles unter dem Zeichen "Umweltfreundliche Mobilität": Schnuppertickets vom Busunternehmen, Radtouren mit dem Bürgermeister, Mobilitätsfeste, autofreie Aktionsmeilen oder Mitmachaktionen für Schüler.

Autofahren

Neues Gummigemisch zur umweltfreundlicheren Fortbewegung

Technologen der niederländischen Universität Twente haben eigenen Angaben zufolge einen neuen Autoreifen entwickelt, mit dem Autofahren weniger umweltschädlich wird. Durch ein spezielles Gemisch aus Gummi und Kieselerde solle sich der Rollwiderstand verringern und damit auch der Benzinverbrauch, so die niederländische Organisation für wissenschaftliche Forschung (NWO). Die Forscher unter der Leitung von Louis Reuvekamp von der Fakultät für Wissenschaft und Technologie ersetzten den typischerweise zur Verstärkung des Gummis verwendeten Kohlenstoff durch Kieselerde.

Deutsche Bahn

Der Bahnpreis-Check ergibt 30 Prozent falsche Auskünfte am Schalter

Der Verkehrsclub Deutschland (VCD) hat gemeinsam mit dem Magazin stern das neue Preissystem der Deutschen Bahn AG in einem umfassenden Praxistest überprüft. Im Auftrag von VCD und stern ermittelte das Qualitätsforschungsinstitut Quotas in 250 deutschlandweiten Tests, dass 30,7 Prozent der Kunden bei der Beratung am Schalter nicht das beste Angebot erhalten: Zu teure Fahrkarten, zu lange Reisedauer oder zu häufiges Umsteigen wurden den Reisenden empfohlen. So verlangte die Deutsche Bahn AG bis zu 60 Euro zu viel, empfahl eine maximal drei Stunden längere Reisezeit oder sieben zusätzliche Umstiege bei Hin- und Rückfahrt. Dennoch fühlten sich die Tester am Schalter kompetent und engagiert beraten und gaben dem Personal im Durchschnitt annähernd die Schulnote "gut".

Verkehrsstärke

Mehr Autos, weniger Verkehr

Die Zahl der Autos in Deutschland steigt weiter. Dies geht aus dem Straßenbaubericht 2002 der Bundesregierung hervor, über den am Donnerstag der Bundestag in Berlin beriet. Danach waren Anfang vergangenen Jahres in der Bundesrepublik rund 53,3 Millionen Kraftfahrzeuge und damit 0,8 Prozent mehr als zu Beginn des Jahres 2001 zugelassen. Anfang 2001 waren nach Angaben des Statistischen Bundesamtes noch etwa 52,5 Millionen und am 1. Januar 2000 erst rund 50,7 Millionen Kraftfahrzeuge zugelassen.

Verflechtungen mit Automobil-Interessengruppen

Alternative Verkehrsverbände kritisieren Verkehrsgerichtstag

Die Verkehrsverbände "autofrei leben! e. V." und "Umkehr e. V." wenden sich gegen "offensichtliche Verstrickungen" zwischen "höchsten Justizkreisen und dem automobilen Wirtschaftskomplex". Der Deutsche Verkehrsgerichtstag, der stolz darauf sei, nicht selten in Gerichtsurteilen zitiert zu werden, "wäre ohne Unterstützung durch Sponsoren nicht oder so nicht möglich", zitieren die Organisationen Generalbundesanwalt Kay Nehm, der auch Präsident des Veranstalters des Verkehrsgerichtstages ist. Dessen Dank für die "großzügige Hilfe" sei speziell an den ADAC gegangen und an den AutomobilClub Europa, die Versicherungswirtschaft sowie den DAV, in dessen Verkehrsabteilung der Gau-Syndikus des ADAC-Saarland, Hans-Jürgen Gebhardt, Präsident ist und von der man im internet mit nur einen Mausklick zum Verband der Automobilindustrie gelange. Der Verkehrsgerichtstag müsse sich vom ADAC abgrenzen, um seine Unabhängigkeit unter Beweis zu stellen, fordern die beiden Verbände.

Verbraucher

Studie belegt: am Auto wird am wenigsten gespart

Ungeachtet strapazierter privater Haushaltskassen hat beim Auto die Sparbereitschaft der Bundesbürger offensichtlich ihre Grenzen. Das ist die Quintessenz einer Studie, die der ABH Marketingservice sowie die BBE-Unternehmensberatung am Freitag in Köln vorlegten. Der Umfrage zufolge gehen 53 Prozent der Autofahrer davon aus, dass sie in diesem Jahr weniger Geld für den privaten Konsum zur Verfügung haben. Aber nur 13 Prozent wollen beim Auto deutlich sparen.

Prognose des Ifo-Instituts

Licht am Ende des Tunnels

Das Verarbeitende Gewerbe in Deutschland verbucht im laufenden Jahr nach Einschätzung des Münchner Ifo-Instituts einen Produktionsrückgang um 1,8 Prozent. Es liegt damit noch unter der korrigierten Erwartung für die Gesamtwirtschaft, die von führenden Wirtschaftsforschungsinstituten am Dienstag auf ein mageres Plus von 0,4 Prozent zurückgestuft worden waren. Für 2003 sehen die Münchner Experten Licht am Ende des Konjunkturtunnels.

VW-Chef Piech präsentiert Ein-Liter-Auto

VCD gratuliert VW zum Sparmobil und fordert Serienproduktion

Der Verkehrsclub Deutschland (VCD) gratuliert Volkswagen zum ersten Ein-Liter-Auto. Mit der Vorstellung des Sparmobils zeige der Autokonzern, dass enorme technische Innovationen möglich seien und nach wie vor ein riesiges Einsparpotential beim Spritverbrauch ungenutzt schlummere. "Hier weist das Ein-Liter-Fahrzeug den richtigen Weg in die Zukunft", urteilt Gerd Lottsiepen, verkehrspolitischer Sprecher des VCD. Nötig sei jetzt die Serienproduktion.

Umweltschutz als Bonus in Ausschreibungen

VCD untersucht Bus und Bahn auf Umweltfreundlichkeit

Der Verkehrsclub Deutschland (VCD) hat am Mittwoch mit der Untersuchung von bundesweit 160 Unternehmen des Öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) auf deren Umweltfreundlichkeit begonnen. Mit Hilfe eines Fragebogens, der gemeinsam mit dem Lehrstuhl für Verkehrsökologie der Technischen Universität Dresden entwickelt wurde, sollen die Verkehrsunternehmen Auskunft über eingesetzte Fahrzeuge, Verkehrsleistungen und Umweltmanagement geben. Die Unternehmen haben bis Ende April Zeit, ihre Daten einzureichen. Anschließend werden die Ergebnisse analysiert, verglichen und bewertet.

Rüstung für den Irak

Deutsche Technik, deutsche Autos für irakische Bomben

Die Pfade sind verschlungen und ungesetzlich, über die sich der irakische Diktator Saddam Hussein auch in Deutschland Materialien für seine Rüstungsprogramme besorgt. Sein jüngster Coup: Als Kaufleute getarnte Iraker kauften in Deutschland rund 11 000 gebrauchte Fahrzeuge auf und führten sie meist über Strohmänner in den Irak aus. Was damit geschehen kann, offenbarte jetzt der amerikanische UN-Botschafter John Negroponte. Er legte in New York Videoaufnahmen vor, die viele der Fahrzeuge mit aufgebauten Raketenwerfern zeigen. Rollende Geschossstationen also.

Klimaerwärmung

Umweltbundesamt: Pkw-Klimaanlagen Gift fürs Weltklima

Etwa ein Drittel aller in Deutschland zugelassenen Pkw sind mit einer Klimaanlage ausgestattet. Bei Erstzulassungen deutscher Marken beträgt die Ausrüstungsquote bereits fast 87 Prozent. Als Kältemittel dient heute Tetrafluorethan (R 134a), ein teilfluorierter Kohlenwasserstoff (HFKW), dessen Emissionen zur Erwärmung der Atmosphäre beitragen. Bereits im Jahr 2000 entsprach allein in Deutschland der Ausstoss von Treibhausgasen aus Auto-Klimaanlagen einer Grössenordnung von rund 1,3 Millionen Tonnen Kohlendioxid. Auch mit regelmässig durchgeführten Wartungen sind diese Emissionen nicht zu vermeiden.

Radaropfer-Anwalt:

Radaropfer-Anwalt: Ministerium setzt auf "biologische Lösung"

Der Berliner Rechtsanwalt Remo Klinger wirft dem Verteidigungsministerium vor, die Entschädigung strahlengeschädigter Bundeswehrsoldaten zu verzögern. "Wir haben den Eindruck, dass das Ministerium auf eine biologische Lösung setzt", sagte Klinger der in Dresden erscheinenden "Sächsischen Zeitung". Der Rechtsanwalt vertritt ehemalige Techniker der Bundeswehr, die sich in den 60er und 70er Jahren wegen fehlender Schutzmaßnahmen schwere Gesundheitsschäden, überwiegend Krebsleiden, zugezogen hatten. Klinger betonte, das durchschnittliche Sterbealter in diesen Fällen liege bei 40 Jahren.

Pkw-Verkehr

Gebührenerhöhung für Autofahrer zurückgezogen

Nach Protesten von Automobilclubs und Sozialverbänden zog das Bundesverkehrsministerium Pläne für die Erhöhung von Gebühren für Kraftfahrzeug-Zulassungen weitgehend zurück. Die Gebühren seien seit Anfang der 90er Jahre nicht angehoben worden und es gebe in den Verwaltungen eine "Unterdeckung von mehr als 50 Prozent", hatte ein Sprecher zur Begründung erläutert. Die Verwaltungen seien aber gesetzlich verpflichtet, kostendeckend zu arbeiten. Ob die Unterdeckung der Kosten durch den Pkw-Verkehr nun bestehen bleibt, blieb bislang offen. Die Pläne, auch die Ausnahmegenehmigungen für die Fahrerlaubnis Behinderter drastisch verteuern, war beim Sozialverband VdK auf heftige Kritik gestoßen.

Deutsche Welle

Literaturpreise für chinesische Autoren

Die fünf Gewinner des diesjährigen Literaturpreises der Deutschen Welle (DW) stehen fest. Wang Jianping erhielt den ersten Preis für seine Erzählung "Altmüll", die den sozialen Wandel Chinas aus der Perspektive eines Verlierers schildert, ohne zu moralisieren. Den zweiten Preis erhält Cui Zi'en für seine Erzählung "Das irdische Dasein meines Onkels". Die Werke wurden von der Jury unter Vorsitz des Schriftstellers Peter Schneider unter rund 1.200 chinesischsprachigen Einsendungen ausgewählt, darunter auch ein Beitrag in Blindenschrift.

Wissenschaftler

Handy-Verbot im Auto ist sinnvoll

1997 hatten die US-Wissenschaftler Donald Redelmeier und Robert Tibshirani von der University of Toronto eine Studie zum Thema Handy-Nutzung im Auto veröffentlicht, die weltweit Beachtung fand (New England Journal of Medicine: "Association between Cellular-Telephone Calls and Motor Vehicle Collisions", Vol. 336, No. 7). Die beiden Forscher hatten herausgefunden, dass Handy-Telefonate während des Autofahrens das Unfallrisiko um das Vierfache vergrößern, da sie zu stark vom eigentlichen Fahrgeschehen ablenken. Doch Handy-Befürworter hatten die Studie als Argument angeführt, dass ein Verbot nicht sinnvoll sei, weil Mobiltelefone einen schnelleren Notruf ermöglichten. Dagegen verwahren sich die Forscher jetzt.