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Dubiose Praktiken von Bankgesellschafts-Managern

ARD-Magazin zu CDU-Bankenskandal

Die Bankgesellschaft Berlin hat laut ARD-Informationen jahrelang massiv und systematisch verlustbringende Immobilien-Objekte in ihre geschlossenen Immobilien-Fonds verschoben. Das belege ein bisher geheim gehaltener Bericht der Wirtschaftsprüfer-Gesellschaft Ernst&Young im Auftrag der Bankgesellschaft Berlin, berichtet das Magazin "Kontraste" am Montag vorab. Diese zweifelhaften Immobiliengeschäfte seien die maßgebliche Ursache für die zu erwartenden Milliardenverluste, die die Berliner Steuerzahler in den nächsten 30 Jahren abtragen müssen. Am Dienstag will das Berliner Abgeordnetenhaus ein Gesetz verabschieden, wonach das Land für diese Geschäfte in Höhe von 21,6 Milliarden Euro haftet, um eine Insolvenz der Bankgesellschaft zu verhindern.

Kirch will Zerschlagung des Medienimperiums durch Banken verhindern

In der Hand der Großbanken

Der Geschäftsführer der KirchGruppe, Dieter Hahn, hoftt, dass zuversichtlich, dass eine Zerschlagung des Konzerns durch die Banken trotz der der aktuellen Liquiditätsprobleme verhindert werden kann. "Die KirchGruppe muss als vollintegriertes audio-visuelles Medienunternehmen zusammengehalten werden", sagte Hahn der "Welt am Sonntag". Es frage sich, weshalb man eine der wenigen Zukunftsindustrien in Deutschland "zu Gunsten von Ausländern und Banken zerschlagen" sollte.

Banken: ab Mittwoch eine Milliarde Euro in Deutschland im Umlauf

Eurostart

Am ersten Handelstag mit Euro-Bargeld wandert das neue Zahlungsmittel in Deutschland immer zügiger in Verbraucherhände. Der Deutsche Sparkassen- und Giroverband rechnet damit, dass im Laufe des Mittwochs die Grenze von einer Milliarde in Deutschland im Umlauf befindlichen Euro überschritten wird. Der Einzelhandel bat Kunden und Verkäufer indes um Geduld. Da die Verbraucher massenhaft bunt gemischt mit Euro und D-Mark bezahlen würden, könne der Einkauf "etwas länger dauern", sagte Sprecher des Hauptverbandes des Deutschen Einzelhandels (HDE), Hubertus Pellengahr.

KfW könnte Staatshaftung verlieren

EU-Komissar auf Bankenjagd

Die deutsche Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW)soll nach Vorstellungen von EU-Wettberwerbskomissar Mario Monti ihre Staatshaftung verlieren. Die SPD-Bankenexpertin Sigrid Skarpelis-Sperk befürchtet dadurch Nachteile für den deutschen Mittelstand. Montis Initiative gegen die Staatshaftung der Banken werde dazu führen, dass sich die Kreditbedingungen für den Mittelstand verschlechterten, sagte die Bundestagsabgeordnete dem Wirtschaftsmagazin "Focus Money". "Monti soll sich lieber um Microsoft oder um die Banken in den Steueroasen kümmern", fügte sie hinzu.

Großaktionär bemängelt schwere Managementfehler bei Bankgesellschaft

Bankgesellschaft Berlin

Der Großaktionär Parion hat der Führung der krisengeschüttelten Bankgesellschaft Berlin "schwer wiegende Managementfehler" vorgeworfen. "Der Misserfolg eines Unternehmens liegt primär in der Verantwortung des Managements", sagte der Vorstandsvorsitzende der Kölner Versicherungsgruppe, Wolfgang Peiner, der "Berliner Morgenpost". "Die Managementfehler sind offenkundig: Zügellose Kreditexpansion, unüberschaubare Garantien für Fonds, undurchsichtige Immobilientransaktionen einerseits, geringe Konzernloyalität der Teilbanken, mangelnde Transparenz, Kontrolle und Führung andererseits", sagte Peiner.

Banken sollen jede zehnte Stelle streichen

Unternehmensberater

Die deutschen Banken sollen noch in diesem Jahr jede zehnte Stelle streichen. Sonst bekämen sie ihre Kosten nicht in den Griff, ergab eine Umfrage des Düsseldorfer "Handelsblatts" unter Unternehmensberatern.

Banken bekamen weniger "Schlafmünzen" zurück als erhofft

Euro-Einführung

An der Euro-Aktion "Her mit den Schlafmünzen" haben sich weit weniger Menschen beteiligt als erhofft. Laut einer Emnid-Umfrage folgten nur acht Prozent aller Deutschen dem Aufruf der Bundesbank und brachten ihre Sparschwein-Inhalte zur Bank, sagte der Eurobeauftragte des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes (DSGV), Reinhold Rickes, am Montag in München. Im Februar hätten bei einer Umfrage noch 42 Prozent ihre Teilnahmebereitschaft erklärt. Insgesamt seien über 1,5 Milliarden Mark beziehungsweise 4,5 Milliarden Stück Münzen bis Anfang Juni auf Konten eingezahlt worden. Die Bundesbank hatte den Angaben zufolge mit fast der doppelten Anzahl von Münzen gerechnet.

57 Ermittlungsverfahren zum Komplex Bankgesellschaft

Berlin

Die Staatsanwaltschaft hat 57 Ermittlungsverfahren zum Komplex Bankgesellschaft Berlin eingeleitet. Davon sind 21 Verfahren noch offen, wie der neue Justizsenator Wolfgang Wieland (Grüne) am Donnerstag mitteilte. Dabei geht es nach Angaben von Justizsprecher Sascha Daue vornehmlich um Untreue. Es werde aber auch wegen Parteiverrats, Einbruchs und Geheimnisverrats ermittelt.

Demonstration vor Frankfurter Großbanken

Kirchentag

Mit Kundgebungen vor der Dresdner Bank, der Commerzbank und der Deutschen Bank demonstrierten mehrere hundert Menschen haben am Freitag am Rande des Evangelischen Kirchentages "gegen die Macht des Geldes" demonstriert. Die Großbanken hätten "durch ihre Beteiligung an Spekulationen gegen schwache Währungsländer Finanzkrisen in Asien und Lateinamerika mit verursacht", hieß es in einem Aufruf der "Initiative Kirche von unten", des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB), Pax Christi Limburg und der "Initiative Ordensleute für den Frieden".

Berliner Koalition rechnet mit sechs Milliarden Mark neuen Schulden

Bankenkrise Berlin

Berlin braucht für das laufende Haushaltsjahr voraussichtlich weitere sechs Milliarden Mark Kredit. Nach einem dreistündigen Krisengipfel gehen die Regierungspartner davon aus, dass die Stadt sich wegen der Bankenkrise weiter verschulden muss. Ein entsprechender Nachtragshaushalt soll am 5. Juni im Senat beschlossen werden. Bei der Bankgesellschaft Berlin könnten nun 3000 statt 1600 Arbeitsplätze wegfallen.

Berlin kann gar nicht pleite gehen

Interview

Anlässlich der Finanzkrise des Landes Berlin nach den riskanten Immobilienkrediten der BerlinHyp unter dem zurückgetretenen CDU-Fraktionschef Klaus Landowsky sprach ngo-online mit Christoph Paulus über Möglichkeiten von Insolvenzverfahren für Kommunen und Staaten, die zu einer Teilentschuldung führen könnten. Paulus ist Professor für Bürgerliches Recht, Deutsches und Internationales Zivilprozessrecht und Römisches Recht an der Berliner Humboldt-Universität. Er hat unter anderem einen Kommentar zur neuen deutschen Insolvenzordnung verfasst, war und ist für die Weltbank und den Internationalen Währungsfonds zu dem Thema tätig und berät derzeit für die Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit die Regierung von Moldau bei der Erstellung eines nationalen Insolvenzgesetzes.

Tarifverhandlungen erfolgreich beendet

Banken

Der Tarifstreit im privaten Bankgewerbe ist beigelegt. Die Vereinte Dienstleistungs-Gewerkschaft (ver.di) und die Arbeitgeber einigten sich in der Nacht zum Dienstag nach über zwölfstündigen Verhandlungen in Frankfurt. Demnach erhalten die rund 470.000 Beschäftigten ab dem 1. Mai dieses Jahres 2,8 Prozent mehr Gehalt, wie eine ver.di-Sprecherin sagte. Für April gibt es eine Einmalzahlung von 280 Mark. Auszubildende bekommen rückwirkend zum 1. April 40 Mark mehr im Monat. Zudem wird für alle Beschäftigten die Schichtzulage erhöht. Alles zusammen ergebe ein Gesamtvolumen von gut drei Prozent.